Mönche zeigten Kung Fu

Vellmar: Shaolin-Meister begeisterten in Vellmar 

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Spaß an Kampfkunst: Manon, Emil, sein Freund Tim (rechts) und Emils Vater Holger (von links) aus Kassel fühlten sich von den wehrhaften Mönchen gut unterhalten.

Vellmar. Der legendäre Bruce Lee ist längst tot. Der Kung-Fu-Filmheld David Carradine auch. Jackie Chan kommt bald ins Rentenalter. Doch die fernöstliche Kampfkunst, die diese Drei weltweit populär machten, hat auch heute noch viele Fans: Rund 500 Zuschauer wollten am Wochenende die besten Shaolin Kung-Fu-Meister auf der Bühne in der Mehrzweckhalle Frommershausen sehen.

Shaolin Kung-Fu ist eine fernöstliche Kampfkunst, die in dem gleichnamigen chinesischen Kloster vor vielen Hundert Jahren erfunden und über die Jahrhunderte von den Mönchen immer weiter verfeinert wurde. Kung-Fu-Kämpfer aus der Shaolin-Tradition, das sind die härtesten der Harten. Die Truppe aus China, die auf Deutschlandtournee ist, stellte das eindrucksvoll unter Beweis. Die Mönche lieferten sich packende Schattenkämpfe, ließen Säbel, Schwerter, Speere, neunschwänzige Peitschen und Stöcke so schnell wirbeln, dass das Auge kaum folgen konnte, während im Hintergrund leise Mönchsgesänge zu hören waren und ordentlich roter Nebel aufwaberte. Viele Bewegungsfiguren wie beispielsweise Adler- oder Affenfaust sind beim Shaolin Kung Fu den Tieren abgeschaut.

Der Kampf steht nicht im Mittelpunkt dieser buddhistischen Kampfkunst sondern die Stählung und Beherrschung von Körper und Geist. Wie weit man damit die Grenzen des Menschenmöglichen hinausschieben kann, zeigten zwei spektakuläre Einlagen: Ein Kämpfer zerbrach einen Stab aus Eisen, indem er ihn sich auf den eigenen Schädel hieb. Ein anderer ließ sich auf Speeren tragen, ohne aufgespießt zu werden. Emil Trebes aus Kassel war von der Show ziemlich beeindruckt. Er trainiere seit sechs Jahren Tae-Kwon-Do, ebenfalls eine fernöstliche Kampfsportart, erzählt der Zwölfjährige. Sein Freund Tim hat damit aufgehört. Das Training sei zu zeitaufwendig, sagt er. Emils Vater Holger bekennt, dass er früher die meisten Bruce-Lee-Filme gesehen hat. Mit Gewalt habe die Vorstellung wenig zu tun, sagt seine Frau Manon: „Ich bewundere die Schnelligkeit und Ästhetik der Bewegungen.“ (pdi)

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