FSV Grün Weiß Elgershausen blickt auf wechselvolle Geschichte zurück

Ein Verein für Rasenspiele

Auszeichnung für besonderes Engagament: 1956 ehrte der Elgershäuser Verein Toni Moisl (350 Spiele, von links), K.-H. Zitzmann (100 Spiele) und Georg Barthel (400 Spiele). Fotos: privat/nh

Schauenburg. „Verein für Rasenspiele“ – so lautete die erste Bezeichnung für den heutigen FSV Grün Weiß Elgershausen. Hervorgegangen war die Fußball-Sparte im Jahr 1922 aus dem Arbeiter-Turn und Sportbund. Die Vereinsfarben haben bis heute Bestand. Mit einem bunten Programm für Jung und Alt feiern die Grün-Weißen vom 31. August bis 2. September den 90. Geburtstag.

Als ersten Trainingsplatz richteten sich die Fußballer eine Wiese an der Bahnhofstraße her. Für Punktspiele war diese allerdings zu klein, verrät die Vereinschronik. 1926 wurde schließlich der „Kleine Sportplatz“ an der oberen Hirtenstraße gebaut.

Die Anfangsjahre des Vereins waren nicht nur von Begeisterung geprägt. Ebenfalls 1926 musste der Spielbetrieb aufgrund von Nachwuchsmangel wieder eingestellt werden. Erst 1929 gab es eine Fortsetzung der Aktivitäten.

In den nächsten Jahren änderten die Fußballer mehrfach den Vereinsnamen. Nach dem Verbot des Arbeiter-Sportbundes 1935 durch die Nationalsozialisten wurde der FSV Einigkeit gegründet. Aus diesem entstand 1945 unter Vorsitz von Adam Höhne der Freie Sportverein. Nach der Neugründung des Kultur- und Sportvereins Elgershausen 1948 gelangte man schließlich 1982 zum jetzigen Namen.

Zehn Jahre später einigten sich die Elgershäuser mit den Vereinen aus der Nachbarschaft auf eine Kooperation. 1992 gründeten sie mit den Fußballern der FSK Hoof und der KSV Elmshagen die SG Schauenburg.

Meilenstein in der Vereinsentwicklung war noch der Bau der Goldbergkampfbahn im Jahr 1952. Diese wird 1977 mit einer Flutlichtanlage ausgestattet.

Die Fußballer bewegen sich in den weiteren Jahren nicht nur zwischen A-Klasse, B-Klasse und Kreiskigen. Es gibt auch internationales Fußball-Flair bei der SG Schauenburg zu schnuppern. Fußballstars von Bayern München und Inter Mailand sind beispielsweise in den 90er-Jahren beim Intermezzo-Turnier in der Schauenburghalle zu Gast.

Von Sven Kühling

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