Verein tritt für angemessenen Lohn in Baunataler Diakonie ein

Baunatal. Der Verein „Partner für Psychisch Kranke im Landkreis Kassel“ schaltet sich in die Diskussion um die Entlohnung der behinderten Mitarbeiter der Baunataler Diakonie Kassel (BDK) ein.

Er fordert eine Art Rettungsschirm, um eine Lohnkürzung zu vermeiden. Zehn Prozent weniger stehen in Rede. Die Betroffenen verdienen im Monat 100 bis 400 Euro - der Verein will dieses Niveau erhalten.

In einem Schreiben an Pfarrer Joachim Bertelmann, Chef der BDK, fordert der Verein einen runden Tisch. An dem sollten erstens VW, SMA, Bombardier und andere Auftraggeber der Werkstätten sitzen. Zum Zweiten müssten Banken und Sparkassen dazukommen, die den Rettungsschirm spannen könnten. Als dritten Partner stellt sich der Verein Stadt Kassel, Landkreis Kassel und dessen Kommunen sowie Landeswohlfahrtsverband und Arbeitsministerium vor. Schließlich sollten Interessenvertreter, die „eine würdig entlohnte Tagesbeschäftigung“ wollen, teilnehmen.

Der Verein führt an, dass Krisen mit Rettungsschirmen überdeckt werden, gesetzliche Renten nicht fallen dürfen, Stiftungsgelder angehäuft werden. Da müsse es möglich sein, behinderten Beschäftigten der BDK einen Lohn zu sichern, der ihre Leistungen anerkennt. (ing)

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