Gemeinde Helsa müsste 30 000 Euro beisteuern – Auch Sauna und Gastronomie

Verein will Bad betreiben

Sascha Schöben

Helsa. Die Wiedereröffnung des Freibads in Helsa rückt in greifbare Nähe: Der Förderverein Schwimmbad will ab 2015 die Regie über die seit zwei Jahren geschlossene Freizeiteinrichtung am Sportplatzweg übernehmen.

Nach dem jetzt im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellten Betriebs- und Finanzierungskonzept erwartet der Verein allerdings einen jährlichen Zuschuss der Gemeinde von 30 000 Euro. Um es vorweg zu nehmen: Die Konzeption des Fördervereins wurde von den Kommunalpolitikern zwar grundsätzlich positiv aufgenommen, der Ausschuss gab aber noch keine Beschlussempfehlung für die Gemeindevertretung ab. Man werde das Thema zunächst in den Fraktionen erörtern, hieß es vor allem im Hinblick auf die gewünschte finanzielle Beteiligung.

Der Förderverein sei jetzt der einzige Bewerber, sagte Bürgermeister Tilo Küthe (SPD). Ein Kaufinteressent aus Kassel, der das Freibad ebenfalls übernehmen wollte, habe sich bei ihm nicht mehr gemeldet.

Die Bausubstanz im Freibad sei besser als beschrieben, sagte der Vorsitzende des Fördervereins, Sascha Schöben. Man traue sich zu, die Beckenfolie, die Pumpentechnik, das Gebäude und die Außenanlagen bis zur nächsten Badesaison aus eigener Kraft wieder in Ordnung bringen zu können, sagte Schöben.

Der Verein drängt auf eine möglichst schnelle Entscheidung seitens der Politik. „Solange wir im leeren Raum sind, bleiben wir auch gegenüber Geschäftspartnern und Sponsoren ein zahnloser Tiger“, sagte der Vorsitzende.

Zu den Eckpunkten des Betriebskonzepts gehört eine Partnerschaft mit der Firma Baron-Sauna aus Nieste, die auf dem Freigelände eine mobile Fass-Sauna aufstellen will.

Im gastronomischen Bereich soll die Kooperation mit der Familie Khosravani vom Helsaer Gasthaus „La Grotta“ fortgeführt werden. Außerdem plant der Förderverein, Dachflächen auf dem Gebäude an die Energiegenossenschaft Kaufungen für eine Fotovoltaik-Anlage zu vermieten.

Die Wiederaufnahme des Betriebs würde ihm gefallen, sagte Jürgen Fasold von der Grünen Liste Helsa in der Ausschuss-Sitzung; angesichts der im Gutachten aufgezeigten Mängel sei aber „schwer daran zu glauben, dass es klappt“.

Parlamentschef Ralf Rittiger (SPD) begrüßte die Initiative des Fördervereins. Man habe eine Menge zusammengetragen. Gerhard Schneider (SPD) und Frank Williges (CDU) stimmten darin überein, einen genehmigungsfähigen Haushalt einschließlich Freibad-Zuschuss auf den Weg bringen zu wollen. Das sei ohne diesen Betrag schon sehr schwierig, sagte Bürgermeister Küthe.

Foto: Wohlgehagen

HINTERGRUND

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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