Lösung für Traditionsgasthaus in Helsa in Sicht – Gemeinde mietet Saal langfristig – Auch Übernachtungen

Verein will den „König“ kaufen

Schon länger geschlossen: Das Gasthaus „König von Preußen“ soll den Besitzer wechseln und grundlegend saniert werden.

Helsa. Die jahrelange Zitterpartie um das Fortbestehen des Gasthauses „König von Preußen“ in Helsa könnte nun endlich ein Ende haben: Vergangene Woche haben Bürger den „Verein für Denkmalpflege Helsa“ gegründet, der das Anwesen mit Gasthaus und Saalanbau kaufen möchte. Die Gebäude sollen in einer gemeinschaftlichen Kraftanstrengung saniert werden.

Auch die Gemeinde Helsa ist mit im Boot. Sie soll den Saal mieten, der damit dauerhaft für vielfältige Veranstaltungen im Ort gesichert wäre. Das Gemeindeparlament wird sich am Donnerstag, 31. Mai, ab 20 Uhr in öffentlicher Sitzung im Gemeindezentrum Helsa (Berliner Straße) mit dem Thema beschäftigen.

Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) will dabei den Antrag stellen, den Saal von dem Verein als dem neuen Eigentümer zu mieten. In einer interfraktionellen Sitzung haben alle Parteien Unterstützung für das Vorhaben signalisiert.

Die Gemeinde strebt eine Mietdauer von 15 Jahren an. Im Grundbuch soll ein dauerhaftes Nutzungsrecht für die Gemeinde eingetragen werden. Die monatliche Miete an den Verein soll maximal 2000 Euro betragen.

Über die Kosten für die Gesamtinvestition hält sich Vereinssprecher Jürgen Scholz noch bedeckt. Am Geld werde das Projekt aber nicht scheitern, ist er sich sicher. Gespräche mit den örtlichen Banken habe es bereits gegeben. Außerdem will man versuchen, Fördergeld – EU-Mittel aus dem Topf „Kasseler Bergland“, Dorferneuerungszuschüsse und Zuschüsse zur energetischen Sanierung – zu erhalten.

Nicht zuletzt können und sollen auch die Helsaer Bürger als Fördermitglieder und durch aktive Mitarbeit das Vorhaben unterstützen.

Außer dem Saal, der für Vereine wie die Laienspielgruppe, für Karnevalsveranstaltungen, die Fahrradbörse und private Feste notwendig ist, soll auch die Gastronomie des schon seit Längerem geschlossenen „Königs“ wiederbelebt werden. Nach Abschluss der Sanierung soll ein erfahrener Pächter für die Gaststätte gefunden werden. Längerfristig sind auch Übernachtungsmöglichkeiten in dem historischen Gebäude an der Leipziger Straße geplant.

Bürgermeister Küthe ist überzeugt, dass von dem Projekt sowohl der Trägerverein als auch die Gemeinde profitieren werden. Die langfristige Miete ermögliche dem Verein eine solide Finanzierung. Und die Gemeinde profitiere, weil die Mietkosten deutlich geringer seien als ein Saalneubau, der sonst notwendig werden würde.

Der Verein sucht nun weitere aktive und passive Mitglieder. Für Juni ist eine öffentliche Infoveranstaltung geplant. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Infos und Kontakt: Jürgen Scholz, Tel. 0 56 05/39 04; architekt-j.scholz@t-online.de; Andreas Schlaak, Tel. 0 56 05/48 85; andreasschlaak@t-online.de KOMMENTAR

Von Holger Schindler

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