Dorfgemeinschaft unterstützt Gemeinde Helsa – „Notwendig für kulturelles und geselliges Leben im Ort“

Vereine für Kauf von „Preußen“-Saal

Saal-Anbau: Die Gaststätte „König von Preußen“ soll an einen Gastronom verkauft werden. Den Saal will die Gemeinde Helsa erwerben. Die Verhandlungen laufen noch. Archivfoto: Schindler

Helsa. Die Gemeinde Helsa erhält von der Dorfgemeinschaft Helsa Rückendeckung für ihre Absicht, den Saal des Gasthauses „König von Preußen“ zu kaufen. Das machten die Vertreter der Dorfgemeinschaft bei einem Gespräch mit der HNA deutlich.

„Wir stehen voll dahinter“, sagte Vorsitzender Dirk Vogel. In der Dorfgemeinschaft sind 24 örtliche Vereine und Verbände zusammengeschlossen.

„Unsere aktiven Mitglieder sehen das durchweg positiv“, sind sich seine Vorstandskollegen Manfred Schröder, Jürgen Scholz, Andreas Schlaak und Jörg Riemenschneider sicher.

Bei einer spontanen Unterschriftensammlung beim Dorffest bekundeten 180 Unterzeichner ihre Unterstützung.

Gemeinsam weist der Vorstand Kritik zurück, die jüngst im Internet an dem Projekt geübt wurde. Dort war zum Beispiel von einem Vergnügungspark für die fünfte Jahreszeit die Rede.

Diese Polemik wollen die Vereine nicht stehen lassen. Der Saal sei für den Helsaer Karneval wichtig, aber auch weit darüber hinaus. So besuchten etwa 2000 Gäste im vergangenen Winter die Veranstaltungen von Laienspielgruppe, Karnevalsverein und Quartettverein. Hundert Veranstaltungen pro Jahr habe eine frühere Auflistung ergeben, darunter Trainingsabende für den Tanzsport (darunter 60 Kinder), Singstunden, Weihnachtsfeiern der Vereine, Jahreshauptversammlungen und die Fahrradbörse. Für eine gute Auslastung des Saals sehen die Vereinsvertreter gute Chancen. „Wir würden mit dem Skibasar gern hier reingehen“, meint etwa Manfred Schröder. Auch für Gewerbeschau, Hochzeitsfeste, Jubiläen und andere Feiern sehen sie Bedarf. „Der Tag des Liedes soll nächstes Jahr in Helsa stattfinden“, fügt Jörg Riemenschneider hinzu.

Doch im jetzigen Zustand ist der „Preußen“-Saal keine gute Adresse. Sein Zustand sei erbärmlich: feucht, muffig, schlecht beheizt. Die Damentoilette haben die Vereine bereits vor Jahren saniert. „Das war unzumutbar“, sagen sie. Im Winter wird der Saal mit Heizlüftern notdürftig erwärmt. Das alles muss sich ändern. Ziel müsse es sein, den Saal schöner zu gestalten.

Dazu werden die Vereinsmitglieder auch selbst die Ärmel hochkrempeln. „Wir sind zu hundert Prozent dabei“, sagen sie. Abbrucharbeiten, Malerarbeiten und handwerkliche Hilfsdienste bieten sie an, um die Kosten für die Gemeinde gering zu halten.

„Der Saal ist dringend notwendig, damit das kulturelle und gesellige Leben in Helsa eine Perspektive hat“, sagt Scholz. Der Saal des „König von Preußen“ ist der einzige in dieser Größenordnung im Dorf, er bietet Platz für 250 Personen. Archivfoto: Hartung

Von Holger Schindler

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.