Interview: Politiker aus Lohfelden, Alcala la Real und Trutnov über die Partnerschaft der Kommunen

„Vereinsaustausch ist ausbaufähig“

LOHFELDEN. Die Gemeinde Lohfelden hat vor fünf Jahren offizielle kommunale Partnerschaften mit der andalusischen Stadt Alcala la Real und der im Riesengebirge liegenden tschechischen Stadt Trutnov begründet. Unser Mitarbeiter Hans-Peter Wohlgehagen sprach mit Stadträtin Ana Cortecero (Alcala la Real), Vize-Bürgermeister Tomas Hendrych (Trutnov) und Bürgermeister Michael Reuter (Lohfelden) über die gegenseitigen Beziehungen.

Herr Reuter, wie haben sich die Beziehungen zu den beiden Partnerstädten entwickelt, was ist gut gelaufen, was kann künftig noch verbessert werden?

Michael Reuter: Mit den Menschen und Verantwortlichen in Trutnov hat es eine Vielzahl von Begegnungen und zahlreiche unmittelbare Kontakte gegeben. Ich wünsche mir jetzt einen Austausch der Wirtschaft und weiterer Vereine. In den Beziehungen zu Alcala la Real gibt es interessante wirtschaftliche Kontakte. Ganz neu ist das europäische Projekt gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien. Der Austausch der Bürger und Vereine ist ausbaufähig.

Herr Hendrych, die Zusammenarbeit mit Ihrer Stadt konzentrierte sich in den fünf Jahren auf Jugendliche, Künstler und Musikgruppen. Was ist aus Ihrer Sicht zusätzlich möglich oder geplant?

Tomas Hendrych: Die Kontakte liegen dank Karl-Heinz Kuhn, dem Wegbereiter der offiziellen Partnerschaft, noch viel länger zurück. Unsere Zusammenarbeit schätze ich als gut ein. Nach dem Austausch von Schülern, Jugendlichen und Gruppen aus der Gesundheitsbranche planen wir jetzt Besuche von Erzieherinnen und Treffen der Motorrad-Clubs. Unsere Bürger werden über das Monatsblatt der Stadtverwaltung ständig über die Begegnungen und Veranstaltungen mit Gruppen aus Lohfelden informiert.

Frau Cortecero, wie hat sich die Zusammenarbeit mit Lohfelden, auch im Wissenstransfer und im Bereich der Wirtschaft und Industrie, entwickelt?

Ana Cortecero: Wir haben von den hier modellhaft entwickelten Vorhaben im Klima- und Umweltschutz und bei der Nutzung erneuerbarer Energien besonders profitiert. Auch die konkreten Wirtschaftskontakte betreffen diese Bereiche. Es ging auch um Olivenöllieferungen und den Tourismus. Wir freuen uns, dass Unternehmen aus Lohfelden sich für das Projekt gegen die Jugendarbeitslosigkeit in unserem Land interessieren.

Herr Reuter, noch eine Frage an Sie: Die Agenda-Gruppe Alcala la Real hat ihre Arbeit eingestellt. Man habe trotz guter Vorsätze nichts Zählbares vorzuzeigen, sagte ihr Sprecher John Jory. Was werden Sie tun, um diese Probleme zu beheben?

Reuter: Es gibt ein Problem mit der Agenda-Gruppe, dazu möchte ich mich jedoch in der Öffentlichkeit nicht äußern. Klar ist, dass man sich auch den kulturellen Unterschieden stellen muss. Trotz der Entfernung gibt es mit der spanischen Partnerstadt eine Vielzahl von Kontakten. Ich nenne den Schüleraustausch, die Jugendtreffen und die vielen wirtschaftlichen Kontakte. (ppw) HINTERGRUND

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