Nahe der Fritz-Erler-Anlage

Vergeblich warten auf den Bus: Neue Haltestelle wird nicht angefahren

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Haltestelle ohne Bus: Am Eingang zur ehemaligen Fritz-Erler-Kaserne in Fuldatal-Rothwesten warten Jürgen Dietz (links) und Günter Sauer noch vergeblich auf den Bus. Angefahren wird die neue Haltestelle erst ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014.

Fuldatal. Im Frühling schöpfte Günter Sauer Hoffnung. Damals begann am Eingang der Fritz-Erler-Anlage der Bau einer Bushaltestelle. Heute scheint alles fertig zu sein. Was fehlt, das sind das Bushäuschen samt Beschilderung - und die Busse.

„Die Haltestelle ist fertig, wird aber nicht angefahren“, ärgert sich Sauer. Vor einem Jahr wurde die alte Bushaltestelle „Abzweig Gut Eichenberg“ der Linie 40 stillgelegt. Seitdem warten die Bewohner der Erlenbusch-Siedlung auf den Bus, der sie nach Kassel und Holzhausen bringt. Und das werden sie nach Aussage von NVV-Sprecherin Sabine Herms noch ein weiteres Jahr tun müssen. „Wir werden die neue Haltestelle ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014 anfahren“, erklärt sie auf HNA-Anfrage. Ein Zeitplan, den Fuldatals Bürgermeister Karsten Schreiber bestätigt.

Das Problem: Die Bushaltestelle wurde im Zuge des ersten und zweiten Bauabschnittes der Erschließung der Fritz-Erler-Anlage zwar schon gebaut; abgeschlossen sind die Bauarbeiten aber noch nicht. Für den dritten Bauabschnitt fehlte in diesem Jahr die Mittelzusage der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Im kommenden Jahr soll die Sonnenallee, die in die Anlage hineinführt, aber fertig ausgebaut werden. Derzeit ist sie für Busse jedoch noch nicht befahrbar. Zudem gibt es laut Schreiber an der neuen Bushaltestelle keine Wendemöglichkeit, und rückwärtsfahren darf der Busfahrer nicht.

Zwei weitere Haltestellen werden im Zuge des Ausbaus in der Fritz-Erler-Anlage entstehen. Die Busstrecke wird dann bis zum Fraunhofer-Institut Iwes führen, wo bereits eine Wendeschleife angelegt wurde. Diese Verlängerung der Busstrecke ist ein weiterer Grund dafür, dass die neue Haltestelle erst ab dem Fahrplanwechsel 2014 angefahren werden soll.

Denn: Die zusätzlichen Kilometer sind in der bisherigen Ausschreibung der Buslinien nicht enthalten. Da diese Linien zum kommenden Jahr sowieso neu ausgeschrieben werden, kann die veränderte Streckenführung dann einfacher mit aufgenommen werden. Wie berichtet war die alte Haltestelle stillgelegt worden, nachdem ein Teil der dortigen Wendeschleife mit Parkplätzen überbaut worden war. Dadurch hatte der Bus keinen Platz mehr zum Drehen. „Mich ärgert es am Meisten, dass wir nie eine Information des NVV bekommen haben“, sagt Günter Sauer.

Wie die anderen Bewohner der Erlenbusch-Siedlung wird der 82-Jährige ein weiteres Jahr auf die Bushaltestellen „Gerhart-Hauptmann-Straße“ und „Siedlung“ ausweichen müssen, was für ihn einen Fußmarsch von zehn bis 15 Minuten bedeutet. (pmi)

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