Steigende Nachfrage weltweit

VW verkauft mehr Autos: Mehrarbeit auch für Werk in Baunatal

Baunatal. VW verkauft immer mehr Autos. Im Januar kletterte der weltweite Absatz auf 515 700 Fahrzeuge, das sind 4,8 Prozent mehr Autos als im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung bestätigte jetzt der VW-Vorstand in Wolfsburg. Die gute Lage sorgt auch im VW-Werk Kassel in Baunatal für Mehrarbeit.

Erstmalig wurden über 88 100 Getriebe in einer Woche produziert. Zum Vergleich: 2013 waren es im Schnitt noch rund 75 000.

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Vor allem im Getriebebau, in der Gießerei und der Formhärterei wirkt sich die steigende Nachfrage nach VW-Modellen aus. „Wir fahren volle Auslastung“, sagt VW-Sprecher Rudi Stassek. Für alle 13 in Baunatal gefertigte Getriebefamilien werde seit geraumer Zeit auch an den Wochenenden gearbeitet. Stassek rechnet damit, dass aufgrund der gestiegenen Nachfrage pro Woche noch einmal 1000 Getriebe zusätzlich an dem nordhessischen Standort hergestellt werden müssen. Das lasse sich aber mit der vorhandenen Belegschaft und den bereits bestehenden Wochenendschichten auffangen.

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„Wir erreichen einen Rekord nach dem anderen“, stellt der VW-Sprecher zur guten Auftragslage fest. „Die Fabrik läuft nicht nur gut, sie sprintet.“

Baunatals Betriebsratsvorsitzender Carsten Bätzold hofft daher auf eine weitere Übernahme von Leiharbeitern in die Stammbelegschaft. Eine entsprechende Forderung habe er beim Vorstand in Wolfsburg abgesetzt, sagt er auf Anfrage der HNA. Grundsätzlich gestaltet sich die Verkaufssituation in Europa wieder besser. Besonders gut verkauft VW seine Autos in China. Die insgesamt positiven Zahlen wirken sich auch auf den Börsenstand der VW-Aktie aus. Nach einem Tief Anfang Februar von 180 Euro kämpfte sich die Aktie aktuell bis auf einen Stand von 198 Euro nach oben. Mitte April lag das Papier auf einem Tiefpunkt von 136 Euro.

Von Sven Kühling

Rubriklistenbild: © dpa

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