Südanbindung Sandershäuser Berg: Arbeiten sollen im Spätsommer beendet sein - Kosten: 6 Millionen Euro

Verkehr rollt neben der Autobahn

Blick Richtung Rathaus: Hinter Projektleiter Walter Becker ist der untere Abschnitt der Südanbindung zu sehen. Die neue Straße soll in etwa auf Höhe der Autobahn A 7 (rechts) verlaufen. Foto: Glass

Niestetal. Die Bauarbeiten sind im vollen Gange, im Spätsommer soll die Südanbindung zum Gewerbegebiet Sandershäuser Berg in Niestetal fertig sein, berichtet Projektleiter Walter Becker von der Gemeindeverwaltung.

Der Abschnitt, an dem gerade gearbeitet wird, liegt an der Sandershäuser Straße in Niestetal unterhalb der Autobahnbrücke neben dem Skaterplatz und soll von dort aus parallel zur Autobahn  A 7 bis hinauf zum neuen Gewerbegebiet verlaufen, erklärt Becker.

Acht Meter breite Straße

Dabei wird die zweispurige, acht Meter breite Straße mit einer Brücke über die Nieste geführt; danach geht es weiter über den Wichtelbrunnenweg bis zur Autobahnbrücke am Obelweg, der gekreuzt wird. Die Straße wird auf ein hohes Niveau gebracht und an manchen Stellen auf etwa gleicher Höhe mit der A 7 verlaufen. Die neue Anbindung ist 1,3 Kilometer lang und wird sechs Millionen Euro kosten.

„Die Straße wird so dicht wie möglich entlang der Autobahn geführt, um die Natur so wenig wie möglich zu belasten“, sagt Walter Becker. Insgesamt investiert die Gemeinde 35 Millionen Euro für die gesamte Erschließung des Gewerbegebietes - darin sind auch die Kosten für den Erwerb der Fläche enthalten. Wasserleitungen und der Abwasserkanal entlang der Südanbindung sind inzwischen weitestgehend verlegt, berichtet Becker. Derzeit werden im oberen Teil die Vorbereitungen für den Straßenbau getroffen.

Ausgleichsfläche

Neben der Südanbindung soll laut Dennis Bachmann, Sprecher der Gemeinde, ein Fuß- und Radweg entlangführen. Dieser Bereich soll außerdem mit Bäumen bepflanzt werden. Als Ausgleichsfläche zu dem Projekt ist das Gelände gegenüber dem Niestetaler Rathaus ausgewiesen, so Becker. Dort soll sich die Nieste dann wieder in natürlicher Form durch die Landschaft schlängeln. Das sei zugleich ein Schutz gegen Hochwasser.

Nötig ist die Südanbindung laut Projektleiter Becker vor allem deshalb, um die Verkehrsbelastung durch den Ort zu verringern und die Anbindung an den Sandershäuser Berg zu verbessern. Neben der Südanbindung besteht die bereits vor Kurzem neu gebaute Westanbindung am Ortsausgang von Sandershausen in Richtung Landwehrhagen.

Ob der Verkehr der neuen Straße später im Einmündungsbereich an der Sandershäuser Straße durch eine Ampel geregelt werden soll, ist laut Walter Becker noch unklar. Derzeit gibt es dafür keine Planungen und keine Notwendigkeit. STICHWORT

Von Vera Glass

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