Südanbindung Sandershäuser Berg bis Dezember fertig – Starke Entlastung erwartet

Verkehr wird neu geordnet

Ganz neue Möglichkeiten: Die schon fertige Westanbindung des Sandershäuser Berges (rechts der A 7) und der künftig Südanschluss (links entlang der Autobahn) werden das Verkehrsaufkommen in Sandershausen (oben rechts) spürbar senken. Die Südanbindung soll spätestens im Dezember dieses Jahres fertig sein. Foto: Herzog, Flugschule Knabe - Kassel

Niestetal. Acht Meter breit, 1,3 Kilometer lang und 4,3 Millionen Euro teuer - die neue Südanbindung an das Gewerbegebiet Sandershäuser Berg in Niestetal wird ein ganz ordentliches Stück Straße werden. Und wenn sie - wie geplant - im November oder Dezember dieses Jahres fertig und freigegeben ist, wird sie die Verkehrsströme in Niestetal ganz neu ordnen.

„Zusammen mit der Westanbindung wird das eine starke Entlastung für die Hannoversche Straße in Sandershausen bringen, aber auch bei Unfällen auf der A 7 als Umleitungsstrecke genutzt werden“, sagt Walter Becker, Projektleiter der Gemeinde Niestetal für die Entwicklung des Gewerbegebietes.

Denn die Südanbindung wird nicht nur den neuen SMA-Standort erschließen, sondern auch neue innerörtliche Verbindungen zwischen Heiligenrode und Sandershausen sowie ins niedersächsische Staufenberg schaffen.

Inzwischen ist die Straße geschottert, die beiden Brücken sind fertig, Kanal- und Wasserleitungen sind verlegt. Dabei ist die Brücke über die Nieste höher und breiter geworden, als es zur Aufnahme des Verkehrs eigentlich nötig gewesen wäre, aber: „Durch die Südanbindung wird eine Art Damm geschaffen, an dem sich bei Hochwasser die Nieste stauen könnte“, sagt Becker. Damit die Fluten schnell abfließen können und sich nicht nach Heiligenrode hin stauen, wurde die Brücke gut 20 Meter breit gebaut.

Die Südanbindung wird nach Einschätzung Beckers auch dafür sorgen, dass die Hannoversche Straße in Sandershausen problemloser saniert werden kann. Weil der Verkehr dann auf der neuen, leistungsfähigen Straße fließen kann, könnte die Hauptstraße Sandershausens voll gesperrt werden.

Die Bauarbeiten könnten dann schneller und kostengünstiger erledigt werden, als bei Teilsperrungen. Nur die Anwohner könnten dann noch einfahren.

Verkehrsprognosen gehen laut Rathaussprecher Dennis Bachmann davon aus, dass das Gewerbegebiet ein zusätzliches Verkehrsaufkommen von 5900 Fahrzeugen pro Tag erzeugen wird, davon etwa 91 Prozent Personenwagen.

Für die bereits fertige Westanbindung werden 4000 Fahrzeuge pro Tag erwartet, für die in Bau befindliche Südanbindung sind es 6000. Beide Straßen zusammen werden auch die Funktion einer Umgehung für Sandershausen haben.

Verkehrsgutachten gehen davon aus, dass später die Hannoversche Straße in Sandershausen um rund 700 Fahrzeuge täglich entlastet wird.

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Von Thomas Stier

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