Falsch parkende Autos sind großes Problem

Verkehrsschau in Söhrewald: Das hat sich ergeben

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Hier parken die Leute während der Öffnungszeiten kreuz und quer: Maja Diederich, Inhaberin des Blumenladens an der Wattenbacher Straße, kann das bezeugen. Die Gemeinde will hier künftig stärker die Parkenden kontrollieren.

Söhrewald. Söhrewald hat die Verkehrssituation in den Ortsteilen in den Blick genommen: Bei der jüngsten Verkehrsschau, die alle zwei bis drei Jahre unter anderem in Zusammenarbeit mit Polizei und der Straßenverkehrsbehörde stattfindet, wurden einige kritische Punkte angesprochen.

Teils sind kurzfristige Veränderungen geplant.

Halteverbot

An der Unteren Hamböhlstraße: Hier machen demnächst Markierungen auf ein Halteverbot aufmerksam, damit die Parkplätze vor der Arztpraxis und Apotheke freiblieben.

In Höhe der „Unteren Hamböhlstraße/Steinweg“ in Wellerode (Höhe der Apotheke) soll ein absolutes Halteverbot eingerichtet werden. Hintergrund seien Veränderungen innerhalb der Ärztepraxis, die langfristig zu Parkplatzproblem führen könnten, so Bürgermeister Michael Steisel (SPD). Eine Schraffur als Markierung werde vom Bauhof demnächst eingerichtet. „Und dann werden wir die verkehrliche Situation erst einmal weiter beobachten“, so Steisel. Ursprünglich hatte man geplant, aus der Straße eine Einbahnstraße zu machen. Die Verkehrsschau mit den Vertretern öffentlicher Belange hatte aber ergeben, dass damit der Verkehr in der Schulstraße erheblich zunehmen würde. „Da muss man abwägen“, sagt Steisel.

Überwachung der Parkplätze

Das Parken auf Gehwegen in der Wattenbacher Straße in Höhe des Blumenladens soll ab sofort stärker überwacht werden. Die Gemeinde appelliere da an die Einsicht der Autofahrer und werde im „Söhrewaldboten“ eine Mitteilung veröffentlichen, teilte Steisel in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter mit.

Dass die Leute hier teils wie wild parken, kann Maja Diederich, Inhaberin von Trend-Floristik, bestätigen. Besonders während der Sprechzeiten der Arztpraxis stünden auf beiden Straßenseiten Autos. „Ich habe zwei Parkplätze direkt vor dem Laden, aber oft stehen da die Wagen quer davor, sodass die Plätze nicht befahrbar sind“, so Diederich, die seit 19 Jahren an dieser Stelle die Kunden empfängt. „Mir tun vor allem die Busfahrer leid“, die vor lauter parkender Autos häufig nicht durchkämen.

Verlegung der Haltestelle

Soll verlegt werden: Die Haltestelle „Schule“ vor der Grundschule in Wellerode.

Im Gespräch ist die Verlegung der Haltestelle an der Grundschule in Wellerode an die „Wattenbacher Straße.“ Auch damit soll das Verkehrsaufkommen in der „Schulstraße“ und der „Unteren Hamböhlstraße“ reduziert werden. Hierbei handle es sich aber laut Rathauschef um eine „längere Geschichte“. So verlange die Verlegung etwa Gespräche mit dem Schulträger und weiteren Beteiligten. „Das kann noch Monate oder sogar Jahre dauern, bis die Haltestelle verlegt wird.“ Nach den Sommerferien werde man das Projekt angehen.

Die Kosten für die Markierungen und zusätzlichen Schilder könnten vom im Haushalt vorgesehenen Topf für verkehrsregelnde Maßnahmen gedeckt werden, so der Bürgermeister. Wie hoch die Ausgaben werden, hänge von der Anzahl ab und ob die Arbeiten von Mitarbeitern der Gemeinde oder von Fremdfirmen erledigt werden müssten. Immerhin müsse man sich bei allen Veränderungen – ob Markierungen oder Schilder – an die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung halten.

Von Lutz Herzog und Anna Lischper

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