A 44: Verlängerung des Lärmschutzwalles bei Schauenburg ist fraglich

Lärm von der Autobahn: Der erste Wallabschnitt zwischen A 44 und Elgershausen (im Hintergrund) ist recht zügig gewachsen. Ob der zweite Teil in Richtung Westen noch realisiert wird, ist wieder offen. Archivfoto: Kühling

Schauenburg. Der erste Teil des Lärmschutzwalles oberhalb von Elgershausen an der A44 ist fast fertig. Ob der zweite Teil samt einer Lärmschutzwand über die Hirtenstraße überhaupt gebaut wird, steht inzwischen aber in den Sternen.

Im Rathaus wächst der Widerstand gegen das Vorhaben. Dieses übersteige die Finanzkraft der Kommune, heißt es aus dem Rathaus.

Kurzclip: Lärmschutz bei Elgershausen

Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU) geht von Kosten für den zweiten Abschnitt von 800.000 Euro aus. Darin enthalten sei der Ankauf der Grundstücke für den 125 Meter langen Wall mit rund 50.000 Euro sowie der Aufbau einer Lärmschutzwand über die Hirtenstraße mit rund 300.000 Euro. Die gleiche Summe müsse die Gemeinde möglicherweise dann an Berlin zahlen, weil die Lärmschutzwand in Zukunft vom Bund unterhalten werde. Außerdem, so Gimmler, entstünden weitere Kosten, weil die Straße am Hirzstein verlegt werden müsse. „Da sind wir schnell bei den 800.000 Euro.“

Mit Zuschüssen für das Vorhaben könne die Gemeinde keinesfalls rechnen, erläutert die Rathauschefin weiter. Der Bund springe lediglich ein, wenn die Autobahn sechsspurig ausgebaut werde.

„Konkrete Pläne zum sechsspurigen Ausbau gibt es noch nicht.“

Ob der Ausbau auf drei Spuren auf jeder Seite komme, sei noch nicht sicher, sagt Horst Sinemus, Sprecher der Landesbehörde Hessen Mobil. In dem 2005 getätigten Bebauungsplanverfahren sei jedenfalls der Lärmschutzwall so geplant worden, dass genügend Abstand zur Autobahn vorhanden sei. „Konkrete Pläne zum sechsspurigen Ausbau gibt es noch nicht.“

Während der erste Abschnitt seit 2008 recht zügig gewachsen ist, würden bis zur Realisierung des zweiten Teils Jahre vergehen. Laut Gimmler soll 2013 erstmal neu geplant werden. 7000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. „Die Grundstücksankäufe sind erst im Investitionsprogramm für 2015 drin.“

Die Entscheidung über den Weiterbau der Anlage will die Bürgermeisterin vom Parlament treffen lassen. Für eine Sitzung im Frühjahr werde es eine Vorlage zu diesem Thema geben, kündigt sie an.

Von Sven Kühling

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