VW-Praktikantin Steffi Flohr hat Chinas Hauptstadt schnell ins Herz geschlossen

Verlängerung in Peking

Für Europäer gewöhnungsbedürftig: Angebot auf einem chinesischen Markt. Foto: Flohr

Peking. Als ich noch zu Hause war, habe ich in China mit vielen gerechnet, aber damit überhaupt nicht: dass ich hier freiwillig drei Monate länger bleibe!

Als ich Ende Mai für drei Monate nach Peking flog, freute ich mich auf eine neue Erfahrung in einer für mich damals fremden Kultur. In Asien war ich noch nie, und meine Erwartungen waren gering. Eigentlich wollte ich nur ein Praktikum im Ausland machen, um die Zeit nach meinem Bachelor-Studium und meinem Master, der im Oktober beginnt, zu überbrücken. Irgendwo im Ausland – und China bot die größte Herausforderung für mich.

Jetzt, nach drei Monaten Leben im Reich der Mitte, ist es unvorstellbar, dass es eigentlich schon vorbei sein soll. Glücklicherweise hat mir mein Chef im ersten Monat angeboten, mein Praktikum auf insgesamt sechs Monate zu verlängern. Denn in China gibt es so viel zu erleben und erfahren.

Mein Praktikum mache ich bei Bentley, einer Importgesellschaft und Tochter der Volkswagen AG. Allein dadurch lerne ich viele Deutsche beziehungsweise Europäer kennen. Sogar Baunataler sind dabei. Das machte das Ankommen in so einem anderen Land wesentlich leichter.

Außerdem gibt es bei Volkswagen etwa 60 Praktikanten, mit denen ich in einem Compound (gemeinsamer Bereich) wohne. Durch den gegenseitigen Erfahrungsaustausch wird der Alltag leichter.

In meinem ersten Monat habe ich noch in einem anderen Apartment gewohnt und werde nie vergessen, wie ich hier zum allerersten Mal allein im Supermarkt war. Alles war verpackt, mit bunten Zeichen drauf. Aber ist es Brot, Milch oder Schokolade, was ich gerade in der Hand halte? Meistens ist mir aber der Inhalt gänzlich unbekannt.

Natürlich kann man in der Weltstadt Peking auch alles deutsche beziehungsweise westliche kaufen, zu entsprechenden Importpreisen. Für das „gut&günstig“-Müsli der Edeka-Eigenmarke umgerechnet 10 Euro zu zahlen, ist hier normal. Also lieber auf das chinesische Essen umsteigen.

Das ist wesentlich günstiger und so lecker und vielfältig. Natürlich standen bei mir auch schon gekochte Hühnerfüße und Schweinehirn auf dem Tisch, aber probieren musste ich nie. In einer für ihre kulinarische Köstlichkeiten bekannten Straße kann man hier auch Schlange, Skorpion, Seestern und viele andere exotische Tiere kaufen. Ich war so erstaunt, dass so viele Chinesen das essen. Daneben gibt es aber so viel Leckeres, was wir in Deutschland gar nicht kennen. Obst, Gemüse und Gewürze sind es wert, ausprobiert zu werden.

Von Stefanie Flohr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.