Start für Werk in Südafrika im Juli

SMA-Versammlung: SMA will mit neuem Werk Afrika erobern

Kassel/Niestetal. Der Niestetaler Solartechnik-Hersteller SMA will mit einer Reihe neuer Produkte, einer stärkeren Internationalisierung und dem Aufbau neuer Produktionsstätten in Boom- und aufstrebenden Märkten in Übersee zu alter Umsatz- und Ertragsstärke zurückkehren.

Das sagte Vorstandssprecher Pierre Pascal Urbon während der Hauptversammlung des Unternehmens am Dienstag im Kongress Palais.

Aktualisiert um 16.45 Uhr

"Wir wollen Weltmarktführer bleiben und tun alles, damit das gelingt“, erklärte Urbon. Gleichzeitig werde der europäische Markt nicht vernachlässigt. „Wir versuchen Auslandsproduktion so weit wie möglich zu verhindern, aber wenn wir dazu gezwungen sind, werden wir es tun“, so Urbon weiter. Als Beispiel nannte er Südafrika, wo SMA im Juli in Kapstadt eine Fertigungstätte in Betrieb nimmt. Von dort soll der Kontinent solar erschlossen werden.

SMA stellt vor allem Wechselrichter her, die in Solaranlagen gewonnenen Gleich- in netztauglichen Wechselstrom wandeln. 2013 erlitt das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 37 Prozent auf 932,5 Millionen sowie einen Verlust von fast 67 Mio. Euro. Grund waren nicht nur der Preisverfall für Wechselrichter infolge dramatischer Umsatzeinbrüche im Inland und Europa. SMA gelang es überdies nicht, in den Boommärkten China und Japan Fuß zu fassen. Dort liegt der Marktanteil der Niestetaler bei unter fünf, weltweit bei 13 Prozent, wodurch SMA knapp Marktführer ist. Branchenkenner erwarten aber, dass die Nordhessen diesen Titel bereits in diesem Jahr verlieren.

Zur Erinnerung: 2010 lag der Marktanteil bei 40 Prozent. Für 2014 hält SMA an seiner Prognose von einer bis 1,3 Milliarden Euro Umsatz und „bestenfalls“ 20 Mio. operativen Gewinn fest. 

Von José Pinto

Bilder von der Versammlung

Hauptversammlung von SMA im Kongress Palais

Rubriklistenbild: © A. Fischer

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