Diese Kinderversicherungen brauchen Sie für Ihre Kleinen

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Die Liebe der Eltern ist die beste Vorsorge für Ihren Nachwuchs. Lesen Sie hier, welchen Kinderversicherungen Sie dennoch abschließen sollten.

Eltern und Alleinerziehende müssen ihre Kleinen gerade in der ersten Lebensphase fast rundum betreuen. Trotz des stressigen Alltags lohnt es sich, so früh wie möglich für Ihren Nachwuchs vorzusorgen – mit unseren Tipps für passende Kinderversicherungen.

Kinderversicherungen: Diese Policen sind Pflicht 

Zuerst einmal gilt: Sichern Sie sich als Erziehungsberechtigter zunächst selbst gut ab. Schließlich wollen Sie nicht, dass Ihr Nachwuchs in finanzielle Nöte gerät, wenn Ihnen etwas zustößt. Beschäftigen Sie sich erst dann mit den passenden Kinderversicherungen. Die Krankenversicherung ist dabei Ihre kleinste Sorge. Sind Sie als Elternteil oder Alleinerziehender Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, nehmen Sie Ihr Kind beitragsfrei in der Familienversicherung auf. Diese gewährt Ihrem Nachwuchs einen Grundschutz bis zum 18. Lebensjahr. 

Sie können Ihren Sprössling aber auchprivat versichern, wenn ein oder beide Elternteile Privatpatienten sind. Im letzteren Fall müssen Sie das sogar tun. Die Vorteile: Sie nutzen ein umfangreicheres Leistungsangebot als bei den gesetzlichen Krankenkassen und erhalten schneller einen Termin beim Facharzt. 

Unerlässlich ist eine private Haftpflichtversicherung. Diese hilft vor allem dann, wenn Sie oder Ihr Kind einen anderen Menschendurch unachtsames Verhalten schwer schädige n. Überprüfen Sie daher Ihre bestehende Haftpflicht und passen Sie diese Police im Rahmen eines Familientarifs an. Ihr Nachwuchs bleibt bis zum Ende der ersten beruflichen Ausbildung bei Ihnen mitversichert – also bis zum Abschluss einer Lehre oder eines Studiums. 

Achten Sie auf eine ausreichend hohe Deckungssumme und dass die Police auch S chäden durch „nicht deliktfähige Kinder“ abdeckt. Sonst zahlt die Versicherung bei einem selbst versursachten Schaden nur, wenn Ihr Kind bereits sieben Jahre alt ist. 

Besser geschützt mit sinnvollen Kinderversicherungen 

Zu den wichtigsten Kinderversicherungen zählen eine Unfall- und eine Invaliditätsversicherung. Diese schützen Sie vor hohen Kosten, falls Ihr Nachwuchs durch Krankheit oder wegen eines Unfalls eine bleibende Behinderung davonträgt. Allerdings zahlt die Versicherung nur, wenn die körperliche Beeinträchtigung tatsächlich auf einen Unfall zurückgeht. In der Regel werden Kinder aber als Folge einer schweren Krankheit invalide. In diesem Fall sichert Sie nur eine Invaliditätsversicherung umfassend ab. 

Eine private Krankenzusatzversicherung garantiert Ihrem Nachwuchs eine Chefarztbehandlung und ein Einzelzimmer im Krankenhaus. Zusätzlich kommt sie für spezielle Behandlungen wie etwa beim Heilpraktiker oder Kieferorthopäden auf. Eine solche Police macht Sinn, da Sie damit Ihrem Kind eine schnellere Genesung ermöglichen. 

Als Alleinerziehender haben Sie einen besonders hohen Absicherungsbedarf. Schließlich tragen Sie alleine die Verantwortung, dass Ihr Kind gut behütet aufwächst. Daher sollten Sie auch für den Ernstfall – Ihren Tod – gewappnet sein und Ihren Nachwuchs finanziell absichern. In diesem Fall ist eine Risikolebensversicherung, wie sie beispielsweise ein Direktversicherer anbietet, oft sehr hilfreich. Sie garantiert Ihrem Kind eine feste Geldsumme, die Sie bei Abschluss der Police festlegen. Kommt es zum Todesfall, verwaltet ein von Ihnen bestimmter Vormund das Geld, solange Ihr Kind noch minderjährig ist. Falls Ihr Nachwuchs bereits älter als 18 Jahre alt ist, bekommt er den Betrag direkt auf sein Konto. 

Die Versicherungssumme sollte mindestens 150.000 Euro betragen, damit Ihr Kind im Ernstfall eine ausreichend hohe Geldzahlung erhält. 

Zusatzversicherungen für Ausbildung und Vermögensaufbau 

Natürlich wollen Sie für Ihre Kleinen nur das Beste. Viele Versicherer bieten daher Kinderversicherungen an, mit denen Sie eine finanzielle Grundlage für die Ausbildung Ihres Sprösslings legen. So greifen Sie Ihrem Nachwuchs bei hohen Ausgaben für Studiengebühren unter die Arme und erleichtern den Berufsstart. 

Vergleichen Sie allerdings entsprechende Angebote genau. Jeder zusätzliche Versicherungsbeitrag belastet die Familienkasse. Als Alternativen zu Ausbildungsversicherungen lohnen sich Sparpläne mit guter Rendite oder risikoarme Aktienfonds.

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