Versorgungswerk der Kommunen will Strom auch verkaufen

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Strommarkt ist in Bewegung: Auf kommunaler Ebene tut sich derzeit einiges. Nicht nur der Versorger Eon Mitte wird möglicherweise bald verkauft. Auch das Versorgungswerk von 16 Kommunen soll bald erweitert werden.

Baunatal. Der Strommarkt in der Region ist kräftig in Bewegung: 16 Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel betreiben seit 1. Januar ihre Stromnetze selbst.

Dazu wurde ein eigenes Versorgungswerk mit Mehrheitsbeteilgung der Kommunen gegründet. Die Stadt Baunatal trat diesem als erste bei. Doch dabei soll es längst nicht bleiben. Als nächste Schritte stehen der Aufbau einer eigenen Versorgungssparte für Strom samt Vertriebsgesellschaft an. Die Kommunen wollen ordentlich mitmischen auf dem Strommarkt.

Silke Engler-Kurz, Baunatals Erste Stadträtin und Motor der 16 Kommunen auf dem Weg zu einem Versorgungswerk mit dem Namen Energie Region Kassel, an dem der Versorger Eon Mitte 49 Prozent hält, geht von einer baldigen Gründung zweier weiterer Ableger aus.

Verfolgt die Entwicklung des Versorgungswerks ganz genau: Baunatal Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz.

Einen Zeitplan gebe es allerdings noch nicht, sagt sie. Die Übernahme der Netze sei nur Mittel zum Zweck gewesen, um eine eigene Erzeugersparte aufzustellen. Ebenso sei geplant, den Vertrieb des Stroms an die Kunden selbstständig zu organisieren.

Der Verkaufsgedanke des Eon-Konzerns für seinen Regionalversorger Eon Mitte spielt laut Engler-Kurz bei diesen Gedanken nur eine nebengeordnete Rolle. Mit welchem Unternehmen das Versorgungswerk möglicherweise weitere Sparten betreibe, sei völlig offen, betont sie. Im Angebot sei ein bunter Blumenstrauß an Versorgern.

Von Sven Kühling

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