Verkehr auf der Windhäuser Straße soll beruhigt werden – Aber kein schärferes Tempolimit

Roß verspricht Anwohnern Erleichterungen

Eng und laut: Anwohner Holger Strube leidet unter dem Lkw-Verkehr auf der Windhäuser Straße. Strube hatte die Probleme im vergangenen Jahr öffentlich gemacht. Archivfoto: Ketteritzsch

Kaufungen. Die Anregungen der Anwohner der Windhäuser Straße in Niederkaufungen zur Verminderung der Verkehrs- und Lärmbelastung sollen zu einem Großteil umgesetzt werden. Das hat Bürgermeister Arnim Roß (SPD) als Ergebnis der Verkehrsschau mitgeteilt.

Die Anwohner, die sich inzwischen zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen haben, hatten über den starken Lkw-Verkehr geklagt, der von der Sandgrube Faßhold ausgeht. Laut Bürgermeister Roß werden folgende Anregungen der Anwohner umgesetzt:

• Das Kasseler Amt für Straßen- und Verkehrswesen prüft die Lärmschutzmöglichkeiten und den Zustand der alten Gewölbebrücke am Gänserammel.

• Die Gemeinde schafft Tempo-Informationsgeräte an, die im Bereich des Friedhofs und der Brücke aufgestellt werden sollen.

• Die Bestattungszeiten werden regelmäßig an die Firma Faßhold übermittelt. Die will die Möglichkeit eines Ringverkehrs prüfen, um die Windhäuer Straße zu entlasten.

• Der Verkehr soll regelmäßig gemessen werden. Dazu wird jetzt ein neues Gerät eingesetzt, das Lkw und Pkw eindeutig unterscheiden kann. Die Zahlen sollen einen Überblick über das Verkehrsaufkommen liefern.

Allerdings, so Roß weiter, können nicht alle Wünsche der Anwohner erfüllt werden. Dazu gehören die Einrichtung neuer Halteverbotszonen, ein Zebrastreifen, ein Durchfahrtsverbot für Lkw und ein schärferes Tempolimit. In dem Bereich mit der scharfen Friedhofskurve könne ohnehin nicht schneller als 30 bis 40 km/h gefahren werden.

Aus Kostengründen lehnt die Gemeinde es auch ab, die Kreisstraße zur Gemeindestraße abzustufen, um dann leichter Verkehrsbeschränkungen aussprechen zu können.

Die neue Bürgerinitiative, für die nahezu alle Anlieger der Straße unterschrieben haben, setzt sich außerdem dafür ein, den weiteren Sandabbau und die Wiederverfüllung der Sandgrube zu untersagen. Auch dies werde von der Gemeinde nicht befürwortet, erklärte Bürgermeister Roß. Zudem sei dies rechtlich kaum möglich, weil es Verträge mit Bindungsfrist gebe.

Roß kündigte an, die Forderungen der Anwohner am 10. Januar im Ältestenrat mit den Fraktionsvorsitzenden zu diskutieren, um dann wieder das Gespräch mit der Bürgerinitiative zu suchen. (tom)

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