Auflagen durch Gemeinde

Vertrag wird verlängert: Campingverein Bühl betreibt Anlage weitere drei Jahre

Bleiben für den Campingplatz verantwortlich: Platzwart Peter Wowarra (links) und Heinz Sauerwald, Vorsitzender des Campingvereins Bühl. Rechts das Vereinsheim, das als Erstes saniert werden soll. Foto: Schräer

Ahnatal. Der Campingverein Bühl bleibt für den idyllisch gelegenen Platz in Weimar verantwortlich. Die Ahnataler Gemeindevertretung entschied am Donnerstagabend mit breiter Mehrheit, den zum 31. Dezember gekündigten Pachtvertrag um drei Jahre zu verlängern. Lediglich die LWG stimmte dagegen.

Der neue Vertrag ist allerdings an Bedingungen geknüpft: • So verpflichtet sich der Verein, den Anteil der Tourismuscamper gegenüber der jetzigen Belegung zu erhöhen. Derzeit liegt der Schwerpunkt auf Dauercampern. • Außerdem müssen Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde vierteljährlich vorgelegt werden. • Der Verein verpflichtet sich, Überschüsse in die Sanierung insbesondere der Gebäude zu stecken. • Sanierungsmaßnahmen dürfen aber nur in Absprache mit der Gemeinde erfolgen. • Die Gemeinde ihrerseits investiert Überschüsse aus der Verpachtung in die Infrastruktur des Campingplatzes und in die Zuwegung.

Heinz Sauerwald, Vorsitzender des Campingvereins Bühl, ist froh, dass der Verein und nicht ein privater Investor den Zuschlag erhalten hat. „Mit den Auflagen können wir leben.“ Auch wenn der Vertrag über nur drei Jahre bei einigen Mitgliedern für Unmut sorgte. Schließlich soll investiert und vieles in Eigenleistungen saniert werden.

Erste Baustelle ab Frühjahr ist das Vereinsheim: Wärmedämmung, neue Fenster, neue Elektroinstallation soll es geben. Dann sollen die Glasbausteine des Sanitärgebäudes durch Fenster ersetzt, die Warmwasserversorgung weiter ausgebaut werden. Derzeit haben viele Waschbecken nur einen Kaltwasserhahn. Und drei bis vier Stellplätze will der Verein für Wohnmobile einrichten.

All dies soll dazu führen, „neue solvente Pächter und Mieter zu bekommen. In fünf bis zehn Jahren soll der Platz voll belegt sein“, gibt der Vorsitzende als Ziel aus.

Zuletzt sei die Pacht mit dem Verein nur jährlich verlängert worden, daher schaffe ein Vertrag über drei Jahre mehr Planungssicherheit, meint Bürgermeister Michael Aufenanger. Nach einer zuletzt negativen Entwicklung hoffe er, dass es jetzt mit dem Campingplatz vorangehe. Aufenanger: „Dann hält die Gemeinde dem Verein auch die Treue.“ KOMMENTAR, HINTERGRUND, ARTIKEL UNTEN

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