Verzögerungen gibt es beim Umbau des Rathauses: Schwarzes Schaf musste gehen

Großzügige Glasfassade: Die neue Bibliothek im Baunataler Rathaus (Mitte) nimmt schon Gestalt an. Auch die Etage darüber ist für Bücherfans reserviert. Durch einen gemeinsamen Eingang für Rathaus und Bücherei gelangt man in das Foyer. Fotos: Dilling

Baunatal. Verzögerungen gibt es beim Umbau des Baunataler Rathauses inklusive dem Herzstück des Projekts, dem Neubau der Bücherei mit der Erweiterung der Fläche von 300 auf 1000 Quadratmeter. Der Grund: Eine Firma konnte nach Auskunft der Stadt die im Ausschreibungsangebot versprochenen Leistungen nicht einhalten.

„Uns wurde mitgeteilt, dass bestimmte Anteile, die präzise im Leistungsverzeichnis aufgeführt sind, nicht ausgeführt werden können“, erklärte Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) auf HNA-Anfrage. Daraufhin habe der Magistrat beschlossen, der am Trockenbau beteiligten Firma zu kündigen und einen Gutachter einzuschalten.

Der soll eine Bestandsaufnahme erstellen, in der genau aufgelistet ist, welche Arbeiten die gekündigte Firma ausgeführt hat und welche nicht, um möglicherweise später entsprechende Ansprüche geltend machen zu können. Inzwischen habe die Stadt Baunatal eine neue Firma beauftragt.

Seit knapp drei Wochen verfüge die Stadt laut Schaub auch über Informationen, dass die betroffene Firma auch bei anderen Projekten „mit der gleichen Methode“ vorgegangen sei. Deshalb habe man reagieren müssen. Aber der Verwaltungschef sieht die Lage weiterhin entspannt: „Bei so einer Riesenmaßnahme, an der 25 Firmen beteiligt sind, ist das für uns nicht existenziell.“

Der ursprünglich für Ende dieses Jahres geplante Abschluss des fünf Millionen Euro schweren Projekts werde sich nur um ein paar Wochen verzögern. Schaub: „Wir werden jetzt zeitlich etwa im Februar landen.“ Nur für den Sitzungssaal gilt: Der soll wie geplant Ende des Jahres genutzt werden können.

Nicht betroffen von der Verzögerung ist der provisorische Standort des Bürgerbüros. Das kann laut Schaub bis zum Abschluss der Arbeiten im Rathaus in der ehemaligen Schlecker-Filiale in der Fußgängerzone bleiben.

Von Stefan Wewetzer

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