GWH hat bereits 500 000 Euro in ehemalige Gagfah-Wohnungen investiert

Viel Bewegung am Baunsberg

Müll nur noch im Käfig: Der Landkreis Kassel wird sich im Auftrag der GWH darum kümmern, dass kein Abfall herumliegt.

Baunatal. Mit einem großen Versprechen war die Wohnungsgesellschaft GWH im Sommer 2014 angetreten, als sie am Baunsberg 491 Wohnungen vom Konzern Gagfah übernahm: 3,5 Millionen Euro wolle man innerhalb von fünf Jahren investieren, um das Quartier auf Vordermann zu bringen. Nun meldet die GWH den Vollzug der ersten Etappe: Eine halbe Million Euro habe man schon ausgegeben, um Wohnungen zu sanieren, dringende Reparaturen zu erledigen und den Wildwuchs in den Grünanlagen der Siedlung zu beseitigen, sagte Christian Wedler, Geschäftsstellenleiter des Wohnungsunternehmens gegenüber der HNA und fügte hinzu: „Wir lassen den schönen Worten auch Taten folgen.“

Das ist nur der erste Schritt: Ab dem Frühjahr sollen die Außenanlagen und die Beleuchtung ansprechender gestaltet und die Wege barrierefrei angelegt werden. Dabei wird auch die Stadt Baunatal mit im Boot sein. Die Stadtverordneten hätten auf Vorschlag der SPD-Fraktion bereits im Dezember beschlossen, 50 000 Euro in die Zuwegung zu investieren, sagte Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) gegenüber der HNA. Damit werde auch dem Umstand Rechnung getragen, dass die entsprechenden Flächen teils im Eigentum der GWH, teils im Besitz der Stadt seien. Es könnten sogar weitere Wohnungen gebaut werden. Die GWH habe Interesse an einer „teilweisen Verdichtung“ ihrer Siedlung am Baunsberg signalisiert. Demnächst werde er mit Wedler über dieses Thema sprechen, teilte Schaub mit.

„Alle Wohnungen vermietet“

Der Bedarf für neue Wohnungen besteht offensichtlich. Man habe inzwischen alle ehemaligen Gagfah-Wohnungen vermieten können, sagte Wedler. Zehn Wohnungen seien in unvermietbarem Zustand gewesen. Diese habe man voll saniert. Weitere 15 Wohnungen hätten neue Bäder, neue Fußböden oder einen neuen Anstrich erhalten. Nach und nach werde man auch alte Holzfenster gegen moderne Isolierverglasungen austauschen. Außerdem sei der Reparaturstau - darunter von der Gagfah nicht abgearbeitete Versicherungsschäden - weitgehend beseitigt worden, teilte Wedler mit. Derartige Schäden wie Feuchtigkeit, Schimmel oder undichte Rohre hatten viele Gagfah-Mieter auf die Barrikaden getrieben und zu einer Reihe von Mietprozessen geführt. Nun hätten Mieter sogar ihre Kündigungen zurückgezogen, berichtete der GWH-Leiter.

Auch in den Außenanlagen ist die GWH vorangekommen. „Wir haben allein 30 Tonnen Laub abgeräumt, um den Zustand auf normalnull zu bringen“, sagte Wedler. Wuchernde Hecken, holprige Wege, zuwachsende Parkplätze und herumliegender Müll hatten die früheren Gagfah-Mieter immer wieder zu Beschwerden herausgefordert.

Inzwischen hat die GWH mit dem Landkreis Kassel einen Müllplatzservicevertrag abgeschlossen: Künftig wird der Kreis nicht nur den Müll abfahren, sondern auch das Umfeld um die Abfalltonnen sauber halten. Verdreckte Müllplätze hatten in der Vergangenheit mehrfach für Beschwerden gesorgt.

Von Peter Dilling

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