Verein Vabia gab seinen Abschied – Mitarbeiter von Diakonie übernommen

Viel Optimismus statt Wehmut

Ehrung: Landespfarrer Horst Rühl (rechts) zeichnete Horst Pilgram-Knobel (von links) und Michael Wendler mit dem Kronenkreuz aus. Fotos: Dilling

Kassel. Für 30 Mitarbeiter des Vellmarer Jugendhilfe- und Bildungsvereins Vabia beginnt in wenigen Tagen ein neues Kapitel ihres Berufsalltags.

Sie erhalten neue Arbeitsverträge des Diakonischen Werks Kassel (DW). Das kündigte dessen Geschäftsführer Pfarrer Gerd Bechtel am Wochenende während der Abschiedsfeier des Vereins im Jugendtreff von Vabia an. Der Verein löst sich wegen des schwierig gewordenen Umfelds für Jugendarbeit auf, die Arbeit mit Jugendlichen wird unter der Marke Vabia vom Diakonischen Werk weitergeführt.

Keiner auf der Straße

Während der Feier, die mit einer Andacht eröffnet wurde, herrschte wenig Wehmut und viel Optimismus. Das mag vor allem daran liegen, dass die meisten festen Mitarbeiter laut dem Vabia-Vorsitzenden Michael Wendler beim DW untergekommen sind. Keiner von ihnen stehe auf der Straße. Lediglich einige Zeitarbeitsverträge hätten nicht verlängert werden können, weil die entsprechenden Förderprojekte fehlten, sagte Wendler.

„Das Hauptkapital von Vabia sind seine Mitarbeiter“, sagte der scheidende Geschäftsführer Michael Kurz. Der Verein sei immer kreativ und innovativ gewesen. Die Idee des gesunden Pausenbrots in Schulen habe Vabia beispielsweise zehn Jahre früher als die Politik umgesetzt. „Ich hatte bei Vabia immer das Gefühl, ich kann etwas bewegen“, sagte Wendler.

Ideen einbringen

Bechtel betonte, das Diakonische Werk werde die gute Arbeit von Vabia fortsetzen. Er rief frühere Mitarbeiter und Freunde von Vabia auf, ihre Ideen über den fortbestehenden Förderverein einzubringen. Wendler und Bechtel bestätigten, dass alle Beschlüsse zur Übernahme von Vabia einstimmig gefallen seien.

Bechtel unterstrich dabei die tragende Rolle des Geschäftsführers Kurz: „Der Kapitän bleibt bis zuletzt an Bord. Das ist klasse.“ Dem langjährigen Vorstandsduo von Vabia wurde der Abschied mit einer hohen Ehrung versüßt: Landespfarrer Horst Rühl zeichnete Wendler und Horst Pilgram-Knobel mit dem Kronenkreuz der Diakonie aus.

Wendler wird sich nach eigenen Worten nächstes Jahr noch um die Abwicklung des Vellmarer Vereins kümmern. (pdi)

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