16 goldene Konfirmanden aus Weimar erinnerten sich an die Zeit vor 50 Jahren

Viel Spaß mit alten Filme

Vor 50 Jahren konfirmiert: Pfarrerin Ute Dilger (rechts) gratulierte Gerhard Neubert (oben, von links), Robert Schmidt, Norbert Siemon, Erwin Schomberg, Edgar Pötter, Ullrich Möller, Wolfgang Klapp sowie vorne von links Edith Ullmann, Edda Polster, Sieglinde Thiele, Ursel Nolte, Margot Umbach, Annemarie Wimmel, Margot Schmidt, Christa Schwarz und Brigitte Klapp zur Goldenen Konfirmation. Foto: Kisling

Ahnatal. Für die 28 Konfirmanden des Jahrgangs 1962 war es ein langer Weg bis zu ihrer feierlichen Einsegnung und ihrem ersten Abendmahl in der Evangelischen Kirche Weimar. Zwei Jahre Vorkonfirmandenzeit und ein Jahr Hauptkonfirmandenzeit galt es zu absolvieren, ehe man sich zwei Prüfungen unterziehen musste. Erst wenn diese bestanden waren, konnte man konfirmiert werden.

50 Jahre später trafen 16 Konfirmanden von 1962 in Weimar wieder zusammen, um die Goldene Konfirmation zu feiern. In Erinnerung geblieben an die damalige Zeit sind zum einem die gute Kameradschaft und zum anderen die Strenge des Konfirmandenunterrichts.

„Wir mussten viel auswendig lernen, ehe wir vor dem Kirchenvorstand und dann in der Kirche geprüft wurden. Ein Konfirmand wurde sogar aus dem Unterricht geworfen und zur Konfirmation nicht zugelassen“, erinnert sich Brigitte Klapp.

Der damalige Pfarrer Gerhard Sure war für seine strenge Art und sein disziplinbewusstes Auftreten bekannt. Zugleich bastelte er aber auch zur Weihnachtszeit mit seiner Konfirmandengruppe und schmückte zum Erntedankfest den Altar.

Eine Besonderheit des Jahrgangs der Jubilare war, dass viel Filmmaterial aufbewahrt wurde. Ferdinand Köhler hatte damals Klassenfreizeiten und gemeinsame Aktionen der Konfirmanden gefilmt. Gustav Neubert hatte diese Aufnahmen per Video aufgezeichnet. „Es sind tolle Filme geworden mit vielen lustigen Szenen“, schwärmte Pfarrerin Ute Dilger.

Sie griff in ihrer Predigt das Thema Mauer auf. 1961 hatte die Mauer Deutschland geteilt und entsprechend waren die damaligen Hauptkonfirmanden direkt mit der Problematik konfrontiert. „In der Kirche muss es mal Ziel sein, Mauern einzureißen und mal Werte zu schützen, indem man Mauern zieht“, erklärte Dilger ihre Intention zum Festgottesdienst. (ptk)

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