Beim Kinder-und Jugendpokalschwimmen des DLRG-Ortsverband Vellmar wurden die Besten ermittelt

Viel Spaß am nassen Wettkampf

Helfer: Als eine von vielen ehrenamtlichen Zeitnehmern stellte sich auch Sonja Kayser von der DRLG Edermünde an den Beckenrand.

Vellmar. Wer sich am vergangenen Wochenende in der Nähe des Vellmarer Hallenbades aufhielt, konnte schon ahnen, dass dort eine besondere Veranstaltung stattfindet. Waren doch kaum noch freie Parkplätze im Stadtzentrum und schon gar nicht neben dem Hallenbad zu bekommen.

Der DLRG-Ortsverband Vellmar hatte zum Kinder- und Jugendpokalschwimmen eingeladen und 105 Kinder im Alter von fünf bis 15 Jahren aus Hessen, Niedersachsen und Thüringen waren gekommen, um die besten Schwimmer zu ermitteln.

Ortsverbandsvorsitzender Uwe Kemper saß selbst in der Aufsichtskabine des Schwimmmeisters und rief die Kinder an ihre Startbahnen. Schon kurz nach 10 Uhr gingen die ersten Teilnehmer ins Wasser. Mit dabei war auch die erst fünfjährige Luzi Schubert von den Wasserflöhen Zierenberg.

„Schwimmen ist für Kinder ganz wichtig, schon wegen der Bewegung.“

Martin Dietel DLRG Vellmar

Ihre Mutter redete vor dem Start noch einmal beruhigend auf die kleine Schwimmerin ein. Ein schriller Pfiff ertönte, das Signal zum Start. Die Mutter drückte ihr das Schwimmbrett schnell unter den Kopf und schon bewegte sich die Fünfjährige auf dem Rücken schwimmend in Richtung Ziel, das allerdings noch 25 Meter entfernt war. Nach der Hälfte der Strecke verlor sie das Schwimmbrett, dachte schon ans Aufgeben, denn sie lag hoffnungslos zurück. Dann überlegte sie kurz, griff zum Brett, hielt es mit der linken Hand auf dem Rücken und schwamm Richtung Ziel.

Besser machte es Louisa Wilke. Die Siebenjährige gehört zum zwölfkköpfigen Team der DLRG Korbach. Im Rückenschwimmen hatte sie ihre Konkurrenten bereits deutlich hinter sich gelassen. „Mit dem Sieg im Brustschwimmen bin ich ganz zufrieden“, erklärte das junge Talent.

Zufrieden war auch Martin Dietel, technischer Leiter im DLRG Ortsverband Vellmar, der den Schwimmwettbewerb seit 16 Jahren organisiert.

„Schwimmen wichtig“

„Schwimmen ist für Kinder ganz wichtig, schon wegen der Bewegung“, erklärt Dietel. Jährlich würden immer noch viele Kinder und Jugendliche ertrinken, weil sie nie schwimmen gelernt hätten. Schulsport und insbesondere die Schwimmausbildung würden an Schulen zunehmend vernachlässigt. Hinzu käme die Schließung von Schwimmbädern aus wirtschaftlichen Gründen.

„Dieser Entwicklung versuchen wir entgegen zu wirken, unter anderem auch mit diesem Pokalschwimmen, das eigentlich ein Spaßwettkampf ist und weniger als Leistungswettbewerb anzusehen ist“, erläuterte Dietel.

So gab es diesmal zum Abschluss des Wettbewerbes wieder ein Gaudirennen im Mauerfass, das von den Teilnehmern aus Baunatal gewonnen wurde.

Von Werner Brandau

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