Der amerikanische Diplomat Kevin C. Milas und seine Frau Eileen folgten Einladung der THS Baunatal

Viele Fähnchen für den Konsul

Ganz im Zeichen des Sternenbanners: Die 25 Schüler der Klasse 8c der Theodor-Heuss-Schule Baunatal hießen den amerikanischen Generalkonsul Kevin C. Milas und seine Frau Eileen Milas (Mitte) mit Flaggen und Nationalhymne willkommen. Fotos: Schippers

Baunatal. Hoher Besuch an der Theodor-Heuss-Schule in Baunatal: Der amerikanische Generalkonsul Kevin C. Milas und seine Gattin Eileen Milas waren der Einladung der Schüler der Klasse 8c gefolgt und sprachen am Montag mit den Jugendlichen über die Beziehungen zwischen Deutschland und Amerika und die Arbeit als Diplomat.

Im Englischunterricht hatten die Schüler ein fiktives Reisetagebuch über die USA erstellt. Die Englischlehrerin der Klasse, Birgit Schnettler-Hochheimer, fand das Buch so gelungen, dass sie es - verbunden mit einer Einladung - dem US-Konsul nach Frankfurt schickte. Der zeigte sich begeistert von dem Werk und nahm die Einladung gerne an.

Schüler waren aufgeregt

Am Montag war es dann soweit: Die 25 Schüler standen mit Amerika-Fahnen bestückt vor der Schule Spalier und warteten auf den Diplomaten und seine Frau. Die Aufregung war groß, als der gepanzerte schwarze Wagen des Generalkonsuls unter Polizeischutz vorfuhr. Doch Milas und seine Frau gingen so offenherzig auf die Schüler zu, dass die Aufregung schnell verflog.

Nach einem kurzen Rundgang durch die Schule besuchte das Ehepaar das Baunataler Rathaus und trug sich dort ins Goldene Buch der Stadt Baunatal ein. Zurück in der Schule wurden Milas und seiner Frau mit der amerikanischen Nationalhymne im Klassenraum der 8c begrüßt. 32 Fragen hatten die Schüler für das Gespräch vorbereitet und den Klassenraum ganz im Zeichen des Besuches mit amerikanischen Flaggen und Bildern nationaler Wahrzeichen geschmückt.

Ob der Job als Generalkonsul schwierig sei, wollten die Schüler beispielsweise wissen. „Manchmal ja, wenn es zum Beispiel Unstimmigkeiten zwischen Regierungen gibt, aber meistens macht er viel Spaß“, antwortete Milas, der neben seiner Muttersprache auch Spanisch, Russisch, Portugiesisch und Deutsch spricht. Diese Schule zu besuchen und mit den Schülern sprechen zu können sei zum Beispiel eine sehr schöne Aufgabe. Und für die hat Milas am Montag auch trotz amerikanischen Feiertags gearbeitet. Denn eigentlich hätten er und seine Frau, die als Lehrerin tätig ist, den Presidents’ Day begangen und einen freien Tag gehabt.

Auf die Frage, ob Milas das deutsche Essen schmecke, scherzte er: „Unglücklicherweise mag ich es viel zu gern.“ Seine Favoriten seien Schnitzel, Gulaschsuppe und Spätzle. Auch nach seiner Schulzeit fragten die Schüler. Er sei ein guter Schüler gewesen, obwohl er sehr faul gewesen sei, plauderte der Diplomat aus. Kritische Fragen stellten die Schüler ihrem Besuch hingegen keine. Themen wie der NSA-Abhörskandal kamen nicht auf den Tisch.

Die Jugendlichen waren nach dem Gespräch begeistert. „Es ist schon etwas Besonderes, dass wir den amerikanischen Generalkonsul treffen konnten und ich finde es toll, dass er unsere Einladung angenommen hat“, freute sich die 13-jährige Annika Steiger. Und ihre Klassenkameradin Allegra Cocca fand Eileen und Kevin C. Milas sehr sympathisch. „Sie waren so offen und haben viel aus ihrem eigenen Leben erzählt“, schwärmte die 13-Jährige.

Von Nicole Schippers

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