Langes Warten auf Internetanschluss: Jetzt hat die Telekom Familie Goldmann eine Zusage gemacht

Viele Hürden auf Weg ins Netz

DSL und Telefon nur über Funknetz: Helmut Goldmann wartete bisher vergeblich auf einen Festnetzanschluss. Die Telekom muss erst ein neues Kabel in das Haus am Zeisigweg legen. Foto: Dilling

Baunatal. Mit dem Surfen im Internet hatten Bärbel und Helmut Goldmann bisher wenige Probleme. Das hat sich geändert, nachdem sie im Mai von Altenbauna nach Altenritte in eine Eigentumswohnung am Zeisigweg umgezogen sind: Seit mehr als einem halben Jahr kämpfen sie um einen störungsfreien Zugang zum weltweiten Netz und einen Festnetz-Telefonanschluss. Dank einer Recherche der HNA können sie jetzt wieder Hoffnung schöpfen: Die Deutsche Telekom sei bereit, eine neue Leitung zu legen, sagte deren Pressesprecher George-Stephen McKinney auf Anfrage.

Der Hürdenlauf der Goldmanns begann schon im Frühjahr. Da stellten sie einen Umzugsantrag für ihren Anschluss bei ihrem damaligen Internet- und Telefonanbieter „1+1“. Erst kam die Zusage, dann die Absage: In einem zweiten Schreiben teilte „1+1“ mit, dass aus „technischen Gründen“ die Freischaltung einer schnellen Internetverbindung (DSL) nicht möglich sei.

Anschließend versuchte Helmut Goldmann sein Glück bei der Telekom Deutschland. Auch dort erhielt er zunächst eine Zusage. Ein paar Wochen später erhielt Helmut Goldmann sogar das Empfangsgerät für DSL, den sogenannten Splitter, zugesandt. Doch dann tat sich nichts mehr. Vergeblich habe er die Kunden-Hotline angerufen, erzählt der 65-jährige pensionierte Maschinenbau-Techniker und sagt: „Das Schlimmste ist, dass man keine vernünftige Antwort bekommt“, sagt er. Goldmann verstand nicht, warum drei weitere Eigentümer in dem Haus einen Anschluss haben, es bei ihm aber Probleme damit geben soll.

Die Goldmanns behalfen sich mit einem funkgestützten Anschluss des neuen LTE-Mobilnetzes (siehe Hintergrund). Seine Frau müsse schließlich als Kosmetikerin jederzeit erreichbar sein, sagt Helmut Goldmann. Doch dieses System falle manchmal tagelang aus.

Auf eine Anfrage der HNA hin hat die Telekom jetzt reagiert. Es sei leider so, dass die vorhandenen Telefonleitungen im Haus nicht für einen weiteren DSL-Anschluss ausreichten.

Leider habe man versäumt, das dem Ehepaar mitzuteilen. „Hier hat es geruckelt“, sagt McKinney. Auch der DSL-Splitter hätte nicht verschickt werden dürfen. Die Telekom werde kostenfrei eine zusätzliche Leitung bauen, die Goldmanns müssten aber einen Antrag stellen. Aus Enttäuschung über das Verhalten der Telekom hatte das Ehepaar schon im Juli dieses Jahres seinen Auftrag storniert.

Von Peter Dilling

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.