Verstöße gegen Halteverbot

Viele Knöllchen für Falschparker auf Mittelstreifen der Friedrich-Ebert-Allee

Beschilderung eindeutig: Trotz der Schilder, die absolutes Halteverbot anzeigen, stehen immer wieder Autos auf dem neuen Mehrzweckstreifen der Friedrich-Ebert-Allee. Fotos: Dilling

Baunatal. Der Umbau der Friedrich-Ebert-Allee und der Bau des Scirocco-Kreisels brachten der Stadt bei der feierlichen Eröffnung im Dezember viel Lob ein. Doch dann folgte ein für die Planer ärgerliches Nachspiel.

Der Mehrzweckstreifen zwischen Langenbergstraße und Heinrich-Nordhoff-Straße wurde immer wieder von Falschparkern besetzt. Im neuen Jahr setzte sich das massiv fort. Bis jetzt habe man 168 Verfahren gegen solche Verkehrssünder eingeleitet, teilte Pressesprecher Thomas Briefs mit. Zugleich betonte er vorgestern: „Die Situation ist inzwischen völlig entspannt.“ In den vergangenen Tagen habe überhaupt kein Autofahrer mehr auf dem Streifen geparkt.

Zumindest vor einer guten Woche sah das noch anders aus: Um die Mittagszeit parkten drei Autos auf dem Mittelstreifen, trotz der dort angebrachten, deutlich sichtbaren Halteverbotsschilder. Die Parkplätze am rechten Fahrbahnrand, zur Ladenzeile hin, waren alle besetzt. Nach einigen Minuten gesellte sich eine Frau mit ihrem Auto dazu, die es offensichtlich eilig hatte, etwas in der City zu erledigen. Und schließlich stellte ein vierter Autofahrer seinen Wagen unmittelbar vor der Querungshilfe zur Glaspassage ab. Damit versperrte er nachfolgenden Autos beispielsweise die Sicht auf kleine Kinder, die dort über die Straße laufen könnten.

Unübersichtlich: Wenn mehrere Pkw auf dem Streifen stehen, wird die Sicht beispielsweise auf querende Fußgänger deutlich eingeschränkt.

Die Stadt hatte zunächst nur auf Kommunikation und Information gesetzt. Schilder hielt man für überflüssig. Denn das Parkverbot auf dem Mehrzweckstreifen ergebe sich schon aus der Regel der Straßenverkehrsordnung, dass nur am rechten Fahrbahnrand geparkt werden dürfe. Viele Autofahrer sahen das wohl anders. Anfänglich habe man bis zu 30 Verstöße pro Tag gezählt, teilte die Stadt mit. Die Hilfspolizeibeamte kontrollierten mehrmals täglich in unregelmäßigen Abständen diesen Bereich, sagte Briefs. Entgegen der ursprünglichen Planung „haben wir mit der Aufstellung der Verbotsschilder für eine eindeutige Regelung und eine Beseitigung der Missverständnisse gesorgt“, erklärte der Pressesprecher weiter. Wer sich dennoch nicht abschrecken lässt, riskiert ein Verwarnungsgeld von 15 Euro.

Wenden ist erlaubt

Das Befahren des Mehrzweckstreifens sei nach wie vor nicht verboten, um zum Beispiel zügig an parkenden Fahrzeugen oder Hindernissen vorbeizufahren. Auch die Benutzung der Fläche zum Wenden sei erlaubt, sagte Briefs und fügte hinzu: „Soweit die Verkehrssicherheit der Fußgänger, Rollstuhlfahrer, Schulkinder oder Senioren betroffen ist, müssen wir reagieren.“

Von Peter Dilling

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