Stadtbücherei Vellmar ist beliebt: 100 Anmeldungen im vergangenen Jahr

Viele neue junge Leser

Neues Team in der Stadtbücherei Vellmar: (von links) Leiterin Gabriele Funke, Hilfskraft Susanne Schnaudt und Aida Bikic. Foto: Habich

Vellmar. Gabriele Funke, seit 2010 Leiterin der Vellmarer Stadtbücherei, gefällt der gemütliche kleine Raum im Klinkerbau direkt an der Gesamtschule Ahnatal. „Aber wir platzen aus allen Nähten“, sagt sie. Zu den Plänen von Bürgermeister Dirk Stochla, die Bücherei im Zuge des Hessentages zusammen mit der Musikschule in größeren Räumen eines neuen Funktionsbaus unterzubringen, kann sie derzeit nichts Näheres sagen: „Wir wurden noch nicht gefragt. Das soll der Magistrat entscheiden. Aber mehr Platz können wir immer gebrauchen.“

Denn das wird bei einem Rundgang deutlich: Die Stadtbücherei wird gut angenommen. Der zwölfjährige Mirco zum Beispiel verbringt fast jede Schulpause in der Stadtbücherei: „Ich lese einfach gern. Mein Lieblingsthema ist Geografie.“ An diesem Tag leiht er sich allerdings ein Computerspiel zu Harry Potter aus, sein Freund Pascal die „Drei Fragezeichen“. Die Gesamtschule Ahnatal ist nur einen Steinwurf weit entfernt, so kommen viele Schüler regelmäßig her.

„Auch wenn man immer wieder anderes hört, es wird noch viel gelesen“, sagt Funke. Im vergangenen Jahr hat die Leserdatei der Bücherei daher Zuwachs bekommen: Rund 100 Neuanmeldungen von Schülern gab es. Auch mehr ältere Menschen hätten sich registriert.

Was die Leiterin der Stadtbücherei selbst ein wenig überrascht: Am beliebtesten bei den Kinder- und Jugendbüchern seien Klassiker, die sie teilweise selbst schon als Kind gelesen hat: Reihen wie die Fünf Freunde von Enid Blyton, oder die Drei Fragezeichen. Auch Kassetten von Bibi Blocksberg sind nach wie vor gefragt.

Neben Büchern hat die Bibliothek verstärkt andere Medien im Sortiment: Hörbücher, DVDs, CD-ROMs, auch Computer- und Gesellschaftsspiele. Etwa ein Drittel der knapp 110 000 Ausleihen im vergangenen Jahr entfiel auf diesen Bereich. „Ohne das alles geht es heute nicht mehr“, sagt Funke.

„Wir platzen aus allen Nähten.“

Bücherei-Leiterin Gabriele Funke

Funke hat die Leitung der Bibliothek im Herbst 2010 übernommen, vorher war sie Stellvertreterin. Ein paar neue Ideen möchte sie gern umsetzen. So etwa die Sortierung nach Themengebieten.

Neue Einteilung

Die jetzige grobe Einteilung nach Kinder- und Erwachsenenbüchern, Sachbüchern und Romanen sei verbesserungsfähig: „Zum Beispiel die Vampirromane von Stephenie Meyer, die werden von Kindern genauso wie von jungen Frauen gelesen. Sie könnten in einer Fantasy-Themenecke stehen.“

Ein besseres Raumangebot in der Zukunft könnte diese Pläne der Bücherei-Leiterin nur befördern.

Von Irene Habich

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