Weihnachtsturnier: Georg-August-Zinn-Schule holt Söhre-Cup – Drei Spieler mussten in die Klinik

Viele Verletzte und rote Karten

Das tat weh: Überhartes Einsteigen von Spielern gegen Kontrahenten, wie in dieser Szene während des Söhre-Cups, kann gerade auf Hallenboden zu schweren Verletzungen führen. Fotos: Wohlgehagen

Lohfelden. Die Georg-August-Zinn-Schule Kassel (GAZ) hat das Weihnachtsfußball-Turnier der Söhre-Schule zum zweiten Mal in Folge gewonnen. Im Finale behielt das Team um Sportlehrer Uli Speich gegen die Auswahlmannschaft der Offenen Schule Waldau (OSW) knapp die Nase vorn.

Der begehrte Söhre-Cup bleibt damit für ein weiteres Jahr in Händen der Gesamtschule im Kasseler Stadtteil Oberzwehren.

Dritter in dem von Verletzungen und zwei roten Karten überschatteten Turnier wurde die Gesamtschule Fuldatal vor der Erich-Kästner Schule Baunatal.

Die beiden Auswahlmannschaften der Söhre-Schule hatten mit der Vergabe der Spitzenplätze in diesem Jahr nichts zu tun. Sie beendeten das Turnier mit den Teams der IGS Kaufungen, der Valentin-Traudt-Schule, der Joseph-von-Eichendorff-Schule und der Fasanenhof-Schule auf dem fünften Rang.

Turnierleiter Axel Theis, der den Söhre-Cup seit 18 Jahren leitet, war über die zum Teil schweren Knie- und Fußverletzungen von Spielern schockiert: „Noch nie gingen die Schüler so zur Sache“, kritisierte der Sportlehrer und Stufenleiter der Söhre-Schule die übermäßige Härte von Spielern. Ihm mache diese Entwicklung „ein wenig Angst“, sagte Axel Theis der HNA.

Ein Lob zollte der Turnierleiter den beiden Schiedsrichtern Heinz Gail (TSV Rothwesten) und Michael Mühr (KSV Hessen Kassel) für ihre „umsichtige Spielleitung“.

In der Tat mussten drei Spieler schon während der Vorrundenspiele mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Zuvor hatten ausgebildete Schulsanitäter der Söhre-Schule die Erstversorgung übernommen. Diese Arbeit wurde von einer Notärztin und den Verantwortlichen gelobt.

Fußball wurde aber auch gespielt: In den zehn Teams gab es Spieler, die - mit dem Ball am Fuß - alles allein machen wollten oder es mit Gewaltschüssen aus der zweiten Reihe versuchten. Solche Bälle landen in der Halle meist in der dritten Etage oder an der Eckfahne.

Wie man den Ball in den eigenen Reihen laufen lässt oder das Spiel auch einfach einmal anhält, zeigte über weite Strecken die OSW. Die Schüler aus Waldau zogen dann aber im Endspiel knapp den Kürzeren gegen den noch effizienteren Pokalsieger.

Am Ende nahmen die GAZ-Schüler außer dem Söhre-Cup auch alle weiteren Ehrenpreise – den Fair-Play-Pokal, die Torjägerkanone und die Auszeichnung als bester Torwart des Turniers – mit nach Oberzwehren.

Die Söhre-Schule will im Vorfeld des nächstjährigen Weihnachtsturniers mit anderen Schulen darüber nachdenken, wie man den Fair-Play-Gedanken wieder mehr in die Köpfe der Spieler hineinbekommt. Es müsse sich auf jeden Fall etwas ändern, sagte Axel Theiß. (ppw)

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