Bürgerabend zu Einkaufsmarkt in Oberkaufungen: Meinungen sind weiter geteilt

Viele Für und Wider

Joachim Heinz: Vereine dürfen nicht leiden.

KauFungen. Bis zum Sommer sollen die Gemeindevertreter Kaufungens über die Zukunft des Bürgerhauses, seine Sanierung oder den Abriss, und über den Standort für den geplanten Lebensmittelmarkt entscheiden. So hat es Bürgermeister Arnim Roß (SPD) geplant.

Der Bürgerabend an diesem Mittwochabend dürfte den Volksvertretern ihre Entscheidung kaum erleichtern: Für und Wider hielten sich während der sachlichen Diskussion in etwa die Waage.

Die Befürworter eines Supermarktes auf dem Riffergelände, die sich für eine Sanierung des Bürgerhauses einsetzen, erhielten fast genauso viel Beifall wie diejenigen, die einen Edeka-Markt auf dem jetzigen Bürgerhausgelände im Ortskern wollen

Zu Letzteren zählt Bürgermeister Roß, der vor der Eröffnung der Diskussion klarmachte, für wie wichtig er den Markt an der Niester Straße für die Stärkung des Ortskerns hält. Der Verwaltungschef versicherte, dass die Gemeinde per Vertrag mit dem Landkreis den 2012 an der Gesamtschule entstehenden Versammlungssaal als Ersatz für das Bürgerhaus nutzen kann. Dann müsse die Gemeinde aber sicherstellen, dass es keine Abstriche zur bisherigen Nutzungsregelung gebe, meinten Joachim Heinz von den Karnevalisten „Lossesterne“ und Horst Gsegnet vom Kindertheater Kaufungen. Letzterer bangt um seine Theaterwerkstatt.

Klar gegen den Supermarkt im Ortskern sprach sich Bernd Egner aus: Die Gemeinde müsse sparen, schon deshalb sei die – unstrittig billigere – Variante auf dem Riffergelände vorzuziehen. Außerdem würden die Einzelhändler im Ortskern nicht von den Kunden des Supermarktes profitieren. Dieser Standort sei doch mit dem Bürgerentscheid vor vier Jahren schon erledigt gewesen, meinte Arno Opper. Wilfried Laufer sieht die drohenden Verkehrsprobleme im Ortskern nicht gelöst.

Mit dem Bau eines Supermarktes auf dem Riffergelände drohe der Ortskern zu veröden und Kaufkraft zu verlieren, meinte dagegen Kurt Gerwig. Regina Dietrich und weitere Redner wiesen darauf hin, dass das Riffergelände zu Fuß für Ältere und Gehbehinderte kaum erreichbar sei. Senioren unter den Zuhörer signalisierten, dass sie sich dann als die Verlierer fühlten. (pdi)

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