Theodor-Heuss-Schule platzt aus allen Nähten: Vier Klassen in Containern

Unterricht auf dem Parkplatz: An der Südseite der Baunataler Theodor-Heuss-Schule sind in zwei Containerreihen vier provisorische Klassenzimmer entstanden. Foto: Jünemann

Baunatal. Eine der beiden Container-Reihen an der Theodor-Heuss-Schule (THS) in Altenbauna sah am Dienstagmorgen verwaist aus, aber Schulleiter Walter Kayser versichert: „Alle vier Räume sind in Benutzung.“

Die provisorischen Klassen wurden zum Schuljahresbeginn aufgestellt, weil die Gesamtschule aus den Nähten platzt. Statt prognostizierter 700 Schüler besuchen nun 884 die THS. Allein 238 Kinder kamen als Fünftklässler, für sie mussten neun Klassen gebildet werden – zuviele für die bestehenden Gebäude.

Zwei siebte Hauptschul- und zwei neunte Gymnasialklassen sind laut Kayser in die Container eingezogen. Gäbe es diese Ausweichmöglichkeit nicht, hätte man Fachräume umwidmen müssen. So aber sei der Fachunterricht uneingeschränkt möglich.

Durch die Behelfsräume ist ein Teil der Parkplätze zwischen Musikschule, Rundsporthalle und THS blockiert. Kayser zufolge soll nächste Woche gemeinsam mit Stadt und Landkreis die Verkehrssituation unter die Lupe genommen werden. Mit dem Ziel, dass Eltern, die ihre Kinder bringen, die Parkplätze auf der anderen Seite der Rundsporthalle nutzen. Kayser: „Das sind 50 Meter Fußweg.“

Unterdessen bemängeln die Baunataler Grünen via Pressemitteilung, durch die Container sei die Buswendeschleife an der THS weggefallen. Die Partei fordert ferner erneut, die THS solle Räume der 300 Meter entfernten, nicht so stark gefragten Erich-Kästner-Schule als Ausweichquartiere nutzen. Laut Schulleiter Kayser halten seit Jahren keine Busse direkt an der Heuss-Schule. Das sei nur während der – inzwischen beendeten – Sanierung der Rundsporthalle so gewesen, als Schüler zum Sportunterricht in eine Großenritter Halle gebracht wurden. Sonst nutzten die THSler die nahe Haltestelle Stadtmitte. Der Schulleiter verweist wie der Landkreis darauf, dass die EKS ihre Räume selbst brauche, da dort 790 statt der erwarteten 700 Schüler unterrichtet würden. Walter Kayser ist aber auch klar, dass baldmöglichst „eine zukunftsfähige Lösung“ für die unerwartet vielen Baunataler Schüler gefunden werden muss.

Von Ingrid Jünemann

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