Harmonic-Brass-Qintett begeisterte 150 Besucher in der Weimarer Kirche

Virtuos-heitere Zeitreise

Zeitreise: Andreas Binder (von links), Hans Zellner, Thomas Lux, Gergely Lukács und Manfred Häberlein führten die Besucher musikalisch durch einen Tag. Foto: Kisling

Ahnatal. Selbstbewusst gaben sich die fünf Musiker von Harmonic Brass schon vor ihrem Konzert in der Weimarer Kirche. Von einer „unglaublich großen Anzahl an Fans“ war ebenso die Rede in der Programmvorschau wie von einer „glamourös-virtuosen Art“. Ihren Worten ließen die fünf sympathischen Münchner vor 150 Zuschauern schnell Taten folgen.

Kaum war das Eingangslied von Johann Sebastian Bach verklungen, schon applaudierten die bereits gebannten Zuschauer. „Der Besuch von Harmonic Brass ist ein Geschenk für uns“, schwärmte Pfarrer Thomas Dilger von der ausrichtenden Evangelischen Kirchengemeinde.

Das Ensemble um die beiden Trompeter Hans Zellner und Gergely Lukács, dem Hornisten Andreas Binder, dem Posaunisten Thomas Lux und dem Tubisten Manfred Häberlein nahm die Zuschauer mit auf eine Zeitreise durch einen Tag. An einer großen Uhr wurde die entsprechende Tageszeit angezeigt und zu jeder Zeit fand sich ein entsprechendes Lied.

So deckten die Blechbläser ein breites Spektrum an Musikstilrichtungen ab. Von einer Fuge über eine Oper bis hin zu Kinderliedern, Filmmusiken und modernen Popsongs hatte Harmonic Brass alles im Repertoire.

„Die Stimmverteilung ist schlau ausgedacht und klasse gestaltet. Oft weiß man nicht, von wem das gerade Gehörte gespielt wurde“, staunte der 14-jährige Fabian Eicke. „Das könnten meine Vorbilder werden“, ergänzte der neunjährige Mathis Rink, der selbst Horn und Klavier spielt.

Parodie der Tagesthemen

Doch nicht nur musikalisch überzeugte die Münchner Musikgruppe. Mit einer Parodie der Tagesthemen stellten sie sich gegenseitig vor und während der Stücke boten sie mit kleinen Gesten immer wieder Grund zum Lachen. „Mir gefällt die ganze Atmosphäre, die von Harmonic Brass ausgeht“, erklärte Besucher Günter Siebert. Die Ahnatalerin Beatrix Staufenberg lobte die gelungene Bearbeitung. „Ich bin ein Fan von Blechbläsermusik und dieses Konzert war sehr gut“, meinte sie.

Nach den zwölf im Programm vorgesehenen Stücken folgte dann ein Höhepunkt des Abends: Tubist Manfred Häberlein spielte das Karnevals-Lied in 32tel-Noten und somit binnen Sekunden - eine musikalische Meisterleistung, die den gelungenen Abend mit stehend applaudierenden Zuschauern abrundete. (ptk)

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