Vogt-Orgel aus Hoof geht bald auf Reisen

Markanter Punkt: Die Hoofer Kirche stammt aus dem Jahr 1891. Archivfoto: Socher/nh

Schauenburg. Den Termin für den ersten Gottesdienst und das erste Konzert mit der restaurierten Orgel hat Pfarrer Stefan Weiß schon im Kopf: Pfingsten 2013. Dann soll das historische Instrument - passend zu seinem 100. Geburtstag - in neuem Glanz und mit altem Klang die Hoofer Kirche erfüllen.

Die 165.000 Euro für das aufwendige Vorhaben haben Gemeinde und Förderkreis jetzt zusammen.

Viele Jahre haben die Hoofer eifrig gesammelt. Spenden und Erlöse aus zahlreichen Veranstaltungen brachten 70.000 Euro in die Kasse. Jeweils 10.000 Euro gaben jetzt das Landesamt für Denkmalpflege und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen dazu. Der Rest kommt von der Landeskirche und aus anderen Töpfen der Kirche.

Die Hoofer Instrument, das 1913 vom bekannten Orgelbauer Eduard Vogt gefertigt wurde, ist in ein umfassendes Orgelförderprogramme von Denkmalpflege und Sparkassen-Kulturstiftung gerutscht. Die Restaurierung in Schauenburg sei das 86. Vorhaben dieser Art, das in Hessen gefördert werde, sagte Prof. Gerd Weiß, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege.

Dabei gehe es nicht darum, die Orgeln wie neu erscheinen zu lassen, erläuterte der Landeskonservator. Vielmehr sollen die Instrumente in den ursprünglichen Zustand versetzt werden. Das ist auch bei der Hoofer Orgel der Fall.

In den 70er-Jahren wurde die Orgel nämlich modernisiert - auf Kosten des Originalzustandes. Der pneumatische Betrieb wurde auf einen elektrischen umgestellt. Die Windladen und der Spieltisch wurden beispielsweise komplett verändert. Dennoch gebe es genügend Teile im Orginalzustand, sagte Dr. Bernhard Buchstab vom Landesamt. Es lohne sich daher, das Instrument wieder in den ursprünglichen Zustand zu bringen.

Möglicherweise noch im August, vermutlich aber erst Anfang September geht die Hoofer Orgel auf Reisen ins thüringische Waltershausen. „Das Instrument wird hier komplett ausgebaut und bei Orgelbau Waltershausen restauriert“, erläuterte der Hoofer Architekt Christian Abendroth.

Von Sven Kühling

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