Ärger über Funkstille

A44-Planung: Bouffier reagiert nicht auf Bürgermeister-Brief aus Helsa

Helsa. Tilo Küthe (SPD), Bürgermeister der A44-Anliegergemeinde Helsa, übt heftige Kritik an der Informationspolitik der Landesregierung in Sachen Autobahnplanung.

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Auf seinen Brief von Mitte Dezember an Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) habe er keinerlei Reaktion erhalten. Noch nicht mal eine Eingangsbestätigung seines Schreibens habe es gegeben, moniert der Bürgermeister in einem neuerlichen Brief an den Landesvater.

„Es muss eine natur-, aber auch menschen-verträgliche Lösung her,“ sagt Bürgermeister Tilo Küthe.

Die Landesregierung müsse die Trassenplanung für den Abschnitt von Kassel-Ost über Kaufungen bis Helsa, die seit Monaten von Bundesrechnungshof und Bundesverkehrsministerium überprüft werde, endlich publik machen, fordert Küthe. Die Menschen vor Ort müssten in die Entscheidungsfindung einbezogen werden; sonst könnten sich die Planer nicht darauf verlassen, dass die Entscheidungen vor Ort akzeptiert werden.

Der Bürgermeister schlägt eine öffentliche Vorstellung der Pläne in Helsa vor. Außerdem bitte er nachdrücklich um einen Gesprächstermin mit dem neuen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), heißt es in dem neuen Schreiben an Bouffier.

„Es muss eine natur-, aber auch menschenverträgliche Lösung her“, so Küthe. Nicht nachvollziehbar sei, dass für eine Untersuchung der längst verworfenen Söhretrasse mehrere Hunderttausend Euro ausgegeben wurden, während der Rechnungshof den Trassenabschnitt Kassel-Helsa akribisch auf Einsparmöglichkeiten abklopfe.

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