Betriebsrat: 350 Zeitarbeiter-Verträge sind bereits gewandelt

VW Baunatal: 1000 neue Stellen noch in diesem Jahr

Baunatal. Das Volkswagen-Werk Kassel in Baunatal sorgt für die Zukunft vor. Bis zu 1000 feste Arbeitsplätze sollen noch in diesem Jahr am Standort entstehen. Dabei sollen Verträge von Zeitarbeitern umgewandelt werden.

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Derzeit bemüht sich das Werk in Baunatal auch um ein Nachfolge-Produkt für das Doppelkupplungsgetriebe DQ 250. „Die Weichen sind gut gestellt“, sagt Werkleiter Prof. Hans-Helmut Becker (64) mit Blick auf den möglichen Zuschlag. Die schärfsten Konkurrenten der Baunataler sitzen derzeit in Tschechien. Die Entscheidung fällt bereits in den kommenden Wochen.

Das Sechs-Gang-Getriebe DQ 250 zählt zu den Volumenprodukten, die in der so genannten Golf-Klasse des Konzerns zum Einsatz kommen. Sie werden in etwa 30 Modellen verbaut. Aktuell laufen 3200 bis 3300 pro Tag vom Band. Für das Nachfolge-Getriebe sind Stückzahlen zwischen 3000 bis 3500 pro Tag veranschlagt.

Weniger Schadstoff

Mit diesem neuen Getriebe, das für acht bis zehn Gramm CO2 pro Kilometer weniger in der Luft sorgen würde, hätte das Werk in puncto Beschäftigung und Innovation für die nächsten zehn Jahre ausgesorgt. Aktuell arbeiten am Standort 15 500 fest, weitere 1900 haben einen Zeitvertrag. Generell geht es dem Standort gut: In Halle 6 stehen mehrere Getriebe vor dem Serienstart oder sind bereits angelaufen. Über zusätzliche Produkte wird verhandelt. 1000 feste Arbeitsplätze sollen bis zum Jahresende entstehen. Dafür sollen die Verträge von Zeitarbeitern umgewandelt werden. „Bei 350 Verträgen ist dies bereits geschehen“, sagt Betriebsrats-Chef Carsten Bätzold (48).

Voraussetzung sei aber, dass die Konjunktur auf diesem Niveau bleibt und dass die Krim-Krise zu keinerlei Verwerfungen mit Russland führt. VW hat ein Werk in Kaluga, 200 Kilometer von Moskau.

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