Bis zu 40 neue Varianten – Original-Teile-Center steigert Umsatz

Elektro-Pläne von VW werden konkret

Berlin/Baunatal. Volkswagen will bis 2018 Weltmarktführer bei nachhaltiger Mobilität sein. Das VW-Werk Kassel in Baunatal könnte dabei eine wichtige Rolle spielen.

Für dieses Ziel müssen Antriebsformen her, die die Umwelt möglichst wenig belasten. Eine wichtige Leitplanke bei diesem Thema gibt die EU vor: Sie verpflichtet Autobauer, bis 2021 für die konzernweite Flotte im Schnitt einen CO2-Ausstoß von 95 Gramm pro Kilometer zu erreichen.

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Im VW-Werk Kassel in Baunatal werden bereits die Antriebe für den e-Golf und den e-Up gefertigt, konkrete Stückzahlen nennt der Konzern bislang nicht. Die installierte Kapazität liegt derzeit aber bei 120 pro Tag. In den nächsten Wochen wird auch das neue Hybridgetriebe DQ 400e in Baunatal vom Band laufen – zum Serienstart sind 250 Stück pro Tag geplant. Es soll den Plug-In-Hybrid Golf GTE auf Touren bringen.

Erst vor wenigen Tagen hatte eine Meldung die Runde gemacht, dass in einem chinesischen Werk künftig e-Antriebe gefertigt würden – zum Nachteil des VW-Werks Kassel. Dem widersprach am Donnerstag Jochem Heizmann: „Die Kasseler müssen sich keine Sorgen machen.“ Er ist im VW-Vorstand für den Geschäftsbereich China zuständig. Konzernweit laufen bei den übrigen Marken teils ähnliche Pläne für die schrittweise Elektrifizierung der Antriebe. So gibt es etwa den Audi A3 auch als Hybrid-Version, Porsche hat einen Hybrid-Panamera im Programm.

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Bei entsprechender Nachfrage könnten künftig bis zu 40 neue Varianten mit alternativen Antrieben ausgerüstet werden. Dies dürfte sich auch im Original-Teile-Center (OTC) auswirken. In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Teile von 450 000 auf 1,55 Millionen nahezu verdreifacht. Der Umsatz des OTC stieg im vergangenen Jahr von 12,07 auf zuletzt 13,56 Milliarden Euro.

Von Martina Wewetzer

Rubriklistenbild: © Kühling

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