Investitionen 2013: 500 Millionen für VW-Werk Kassel

Bilanz 2013: Volkswagen will noch stärker investieren - keine Sorge für e-Antriebe in Kassel

Berlin/Baunatal. Volkswagen will seinen Weg an die Weltspitze auch im kommenden Jahr fortsetzen. Das betonte VW-Vorstandschef Martin Winterkorn bei der Bilanz-Pressekonferenz in Berlin. Und: "Der Konzern hat alles, um seine ehrgeizigen Ziele zu erreichen."

Der VW-Chef gibt sich optimistisch bereits in diesem Jahr über zehn Millionen Fahrzeuge auszuliefern.

Keine Sorge für e-Antriebe in Kassel

In den vergangenen Tagen kursierten Meldungen, dass Volkswagen in einem chinesischen Werk eine Produktion für e-Antriebe aufbauen will - zum Nachteil des VW-Werks Kassel. Dem widersprach Jochem Heizmann in Berlin, zuständig im Vorstand für den chinesischen Markt. "Kassel braucht sich keine Sorgen zu machen", sagte er am Rande der Bilanzpressekonferenz. Grundsätzlich werden aber neue Modelle auf dem chinesischen Markt eingeführt und China verlangt, dass ein bestimmter Anteil des Fahrzeugs lokal gefertigt wird. (mwe)

So habe der Konzern mit den Modularen Baukästen den Schlüssel für eine nachhaltige Stärkung seiner Ertragskraft bereits in den Händen, so Winterkorn. Hinsichtlich der Entwicklungsqualität kündigte er an, den Innovationsmotor noch ein Stück höher drehen zu wollen. Im vergangenen Geschäftsjahr wendete der Konzern über zehn Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung auf. Davon flossen bereits im vergangenen Jahr 500 Millionen Euro in den Standort Kassel. Im laufenden Jahr soll die Summe in etwa auf diesem Niveau bleiben.

Die wesentlichen Zahlen der Bilanzpressekonferenz, die um 10 Uhr auf dem alten Berliner Flughafen Tempelhof begann, bereits im Überblick:

Konzernumsatz:  Wie bereits prognostiziert hat der Wolfsburger Autokonzern den Umsatz im Geschäftsjahr 2013 von 192,6 auf 197 Milliarden Euro gesteigert.

Operative Ergebnis: Mit 11,7 Milliarden Euro wurde das Vorjahr um 200 Millionen Euro übertroffen. Für das laufende Jahr stellt der Konzern eine operative Rendite zwischen 5,5 und 6,5 Prozent in Aussicht.

Konzernergebnis: Das Ergebnis nach Steuern reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von 21,8 auf 9,1 Milliarden. Im Jahr zuvor hatten Bewertungseffekte durch die Integration von Porsche nach oben getrieben. Nach Steuern fiel das Ergebnis von 21,8 auf 9,1 Milliarden Euro.

Netto Cash-Flow: Mit 4,4 Milliarden Euro - 223 Millionen Euro weniger - fiel der Wert äußerst positiv aus. Die Nettoliquidität hat sich von 10,6 auf 16,9 Milliarden Euro erhöht.

Aktualisiert um 13.52 Uhr.

Fahrzeugabsatz: Volkswagen setzte 9,73 Millionen Fahrzeuge ab. Im Jahr zuvor waren es 9,35 Millionen gewesen. Nach wie vor hält der Konzern an dem Ziel fest bis 2018 weltgrößter Autobauer zu sein. Aktuell ist es Toyota.

Mitarbeiter: Weltweit stieg die Zahl der Beschäftigten von 549.763 auf 572.800. Davon arbeiten 260.400 in Deutschland. Davon arbeiten 15.200 im Werk Kassel ohne Zeitarbeiter.

Dividende: Der Konzernvorstand will der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende vorschlagen. Demnach soll sie für die Vorzugsaktie von 3,56 Euro je Aktie auf 4,06 Euro steigen, für die Stammaktien von 3,50 auf vier Euro.

Von Martina Wewetzer

Rubriklistenbild: © dpa

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