Salzgitters Werksleiter wechselt wohl nach Baunatal

Bekommt VW-Kassel neuen Werkschef? Favorit ist Falko Rudolph

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Falko Rudolph

Baunatal. Seit Monaten ist es Gesprächsthema im VW-Werk Kassel in Baunatal: Wechselt Werkleiter Prof. Hans-Helmut Becker (64) in den Ruhestand, verlängert er oder übernimmt er neue Aufgaben im Konzern? Entschieden ist bislang noch nichts.

Aber die Informationen verdichten sich, dass der Diplom-Ingenieur und jetzige Werkleiter in Salzgitter, Falko Rudolph, für Hans-Helmut Becker nachrücken wird.

Seit 1991 arbeitet der 48-Jährige im VW-Konzern und war für den Autobauer an unterschiedlichen Projekten bei der Entwicklung von Handschalt- und Automatikgetrieben beteiligt. Ab dem Jahr 2000 war Rudolph für die Entwicklung des Doppelkupplungsgetriebes (DSG) verantwortlich. 2003 wurde dem Ingenieur auch noch die Verantwortung für die Getriebeentwicklung von Volkswagen übertragen. Seit November 2006 leitet er die Entwicklung der Dieselmotoren bei Volkswagen.

Glücksgriff für Baunatal

Für den Standort Baunatal wäre Rudolph aufgrund seiner Erfahrung als Entwickler und nun auch als Werkleiter im VW-Motorenwerk Salzgitter ein Glücksgriff: Zum einen werden die Getriebe- und Motorenentwicklung in den kommenden Jahren – nicht zuletzt durch die Hybrid-Getriebe und den E-Antrieb – näher zusammenrücken. Zum anderen verfügt er über Erfahrung als Werkleiter: Im kleineren VW-Werk Salzgitter konnte er das Wissen sammeln, das ihm künftig im zweitgrößten Werk Deutschlands in Baunatal von Nutzen sein kann.

Wie auch bei Becker ist es Ziel von Rudolph, bei „Schlüsseltechnologien eine Führungsaufgabe zu übernehmen.“Das sagte er in einem Interview. Gestern gab sich der Wolfsburger Konzern wortkarg: „Personalspekulationen kommentieren wir grundsätzlich nicht“, erklärte ein VW-Sprecher in Wolfsburg.

Von Martina Wewetzer

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