VW-Zulieferer Sequatec  gerettet: Investor gefunden

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Blick auf das VW-Werk: Die Zusammenarbeit zwischen dem Autokonzern und dem Nachfolgeunternehmen von Sequatec soll fortgesetzt werden. Das Foto zeigt das Werk, fotografiert aus dem Foyer der neu gestalteten Halle 6.

Baunatal/Bad Emstal. Die angeschlagene Firma Sequatec in Bad Emstal ist gerettet. Drei Monate nachdem der Automobilzulieferer  Insolvenz angemeldet hatte, wurde jetzt ein Investor gefunden.

„Der Kaufvertrag mit einem Unternehmen der Schmiedetechnik Plettenberg-Gruppe wurde in dieser Woche unterzeichnet“, erklärte Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko am Freitag gegenüber der HNA. Die Produktion werde nun schrittweise wieder angefahren.

Die Bad Emstaler Firma Sequatec fertigt Getriebekomponenten für die Automobilindustrie - insbesondere für das VW-Werk in Baunatal. Nach dem Wegfall wichtiger Aufträge war die Produktion im Mai weitgehend eingestellt worden. Am 19. September meldete das Unternehmen Insolvenz an.

Der Investor plant, den Großteil der 120 Mitarbeiter zu übernehmen. Im Januar soll das Unernehmen an den neuen Eigentümer übergeben werden. Der Automobilzulieferer Schmiedetechnik Plettenberg fertigt Präzisionsteile für Getriebe, Motor und Antriebsstränge und will mit der Übernahme von Sequatec sein Angebot erweitern.

Ermöglicht wurde die Investorenlösung auch durch die Bereitschaft von VW, mit dem künftigen Eigentümer zusammenzuarbeiten. Sequatec, aus dem künftig die STP Precision Components GmbH wird, erhalte weiterhin Aufträge. „VW war ein fairer Verhandlungspartner und hat sich für den Erhalt des Standortes und die Mitarbeiter eingesetzt“, erklärt Franz-Ludwig Danko weiter.

Da die Produktion durch die Insolvenz seit Mai ruhte, befand sich ein Großteil der Mitarbeiter bis zur Insolvenzanmeldung in Kurzarbeit. Im Insolvenzverfahren wurden die Löhne über das Insolvenzgeld finanziert. Die Dezemberlöhne zahlt bereits der künftige Eigentümer. Die Schmiedetechnik Plettenberg sei ein finanzstarker Partner, der in der Branche einen guten Ruf genieße. „Daher sehe ich für Sequatec unter dem Dach des Investors eine gute Perspektive“, so Danko.

Von Bea Ricken

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