Auf das System kommt es an

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Eine Wärmedämmung ist nur so gut wie die Summe aller Komponenten: Bevor Dämmsysteme zugelassen werden, haben sie umfassende und strenge Tests zu bestehen.

Gebäude mit einer wärmedämmenden Außenhülle zu versehen, hat eine lange Geschichte. Viel länger als mancher vermuten würde. Das erste Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) kam in Deutschland bereits 1957 zum Einsatz und eröffnete neue Möglichkeiten des energieeffizienten Bauens und Sanierens.

Was Materialien, Umweltverträglichkeit und Wärmeschutz angeht, hat sich seit den 1960er Jahren viel getan. Das Prinzip bleibt jedoch das gleiche: weniger Wärme durch die Wände entweichen lassen.

Langlebigkeit bestätigt

Seit den ersten Anfängen haben die Dämmsysteme ihre Langlebigkeit unter Beweis gestellt: Die ersten WDVS sind auch heute noch im Einsatz. Eine Langzeitstudie des Fraunhofer-Instituts hat bestätigt, dass eine Lebenserwartung von einem halben Jahrhundert und mehr der Normalfall ist. Entscheidend für die Wirksamkeit der Dämmung ist allerdings: Alle Komponenten müssen aufeinander abgestimmt sein und im bewährten System verwendet werden. Denn nur als ganzes Dämmsystem gibt es nach umfassenden Prüfverfahren die bauaufsichtliche Zulassung. Nur so arbeiten die Materialien effektiv und erfüllen Sicherheits- sowie Brandschutzvorschriften.

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Seriöse Fachbetriebe wissen das und werden die Dämmung stets im System realisieren. Von einer Dämmung in Eigenregie hingegen wird entschieden abgeraten: Wenn die Dämmschicht nicht lückenlos und fugenfrei aufgebracht wird, kann sie ihre Wirkung nicht entfalten. So drohen Bauschäden und verschenktes Energiesparpotenzial. Wer bei der handwerklichen Ausführung spart oder gar in Eigenleistung oder mit Nachbarschaftshilfe dämmt, zahlt am Ende wahrscheinlich zweimal – dann nämlich, wenn der Fachhandwerker nachbessern oder gar die gesamte Fassade neu dämmen muss. (djd)

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