Vorbereitet für den Ernstfall

Fuldataler Feuerwehren und Rotes Kreuz probten für Einsatz bei Großbrand

Im Einsatz: Selina Bischoff (von links), Marcel Fischer und Carsten Hußmann am Unterfluthydranten. Fotos: nh

Fuldatal. Eine Lagerhalle mit Baustoffen, Holz und landwirtschaftlichen Geräten in Simmershausen brennt. Kinder, die das Feuer vermutlich beim Spielen entfachten, sind in dem Gebäude eingeschlossen. Es besteht die Gefahr, dass das Feuer auf angrenzende Gebäude übergreifen könnte.

Das Szenario ist zum Glück nur eine Übung der Feuerwehr Simmershausen, die sich Einsatzleiter Uwe Rühl überlegt hat. So kann er testen, ob im Ernstfall alles glatt laufen würde: Wie kann die Verkehrsführung für die Autos erfolgen und gleichzeitig der Busverkehr aufrechterhalten werden? Welche Hilfskräfte sind notwendig, um einen Großbrand zu löschen? Wie ist die Wasserzufuhr zu regeln, um das Feuer schnell zu löschen und damit eine weitere Ausbreitung zu verhindern?, sind wichtige Fragen.

Nachdem die Meldung über den simulierten Brand eingegangen ist, starten drei Fahrzeuge mit 20 Einsatzkräften von der Feuerwehr Simmershausen. Dazu kommt das Rote Kreuz Simmershausen mit fünf Rettungssanitätern. Die Freiwillige Feuerwehr Vellmar wird auch alamiert, weil sie mit ihrer Drehleiter zum Löschen von oben gebraucht wird. Für den Aufbau der notwendigen Wasserzufuhr wird außerdem die Feuerwehr Wahnhausen angefordert.

Schon auf der Fahrt zum Einsatzort legen die Feuerwehrleute die Atemschutzausrüstungen an. Dort angekommen werden zuerst die verletzten Kinder aus der Lagerhalle befreit und von den Sanitätern versorgt. Dann werden die Wasserleitungen vom Hydranten zum Einsatzort gelegt. Denn das Löschfahrzeug mit 2400 Litern Füllmenge, reicht nicht aus, um einen Großbrand zu löschen. Zusätzlich zu den Hydranten werden auch offene Gewässer als Wasserquelle genutzt.

Im Ernstfall wären die Kinder schnell und sicher aus der brennenden Lagerhalle gerettet worden. Bei einem drohenden Großbrand würden im Ernstfall auch noch zwei Löschzüge aus Ihringshausen und Rothwesten zur Verfügung stehen. In der Übung konnte der Verkehr auf einer Fahrspur weiterlaufen - bei einem echten Großbrand müsste die Ortsdurchfahrt jedoch komplett gesperrt werden.

Am Ende konnten die Einsatzkräfte eine positive Bilanz der Übung ziehen. (rax)

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