Vorschlag: Alle Schauenburger sollen Rasen pflegen

+
Platz für die Jugend: Im Juli trafen sich Erwachsene und Kinder, um gegen die mögliche Schließung der Sportfläche durch die Gemeinde zu protestieren.

Schauenburg. Die Zukunft des Sportplatzes in Martinhagen bleibt ungewiss. Eine Empfehlung des Ortsbeirates, wonach Bürger künftig kleinere Grünflächen für die Gemeinde pflegen, damit der Bauhof weiterhin den Sportplatz mäht, soll der Arbeitskreis Haushaltskonsolidierung beraten.

Eine entsprechende Vorlage komme auf die Tagesordnung der nächsten Gemeindevertretersitzung, berichtet Otmar Bollerhey, Büroleiter im Schauenburger Rathaus. Diese findet statt am Donnerstag, 27. September, ab 19.30 Uhr in der Schauenburghalle in Hoof, Wahlgemeinde 21.

Es müssten Details dieses Vorschlages geklärt werden, sagt Bollerhey. In der Parlamentssitzung gehe es deshalb darum, die Angelegenheit an den Arbeitskreis zu überweisen.

Knackpunkt ist unter anderem, dass die Martinhagener mit ihrem Angebot zur Pflege öffentlicher Kleinflächen in Schauenburg nicht allein dastehen wollen. Sie seien dafür, dass eine solche Regelung für alle Ortsteile gelte, erläutert auch Martinhagens Ortsvorsteher Günter Hengge.

Liste der zu pflegenden Stellen

Außerdem müsse eine Liste erstellt werden, auf der die betreffenden Flächen aufgeführt seien und der Aufwand für die Pflege beschrieben sei. „Die Bürger wollen Informationen haben und den Zeitaufwand wissen“, sagt Hengge.

Und so war es zur Diskussion um den Sportplatz gekommen: In einer Vorlage zur Konsolidierung des Haushaltes hatte der Gemeindevorstand dem Parlament vorgeschlagen, den Sportplatz in Martinhagen abzugeben. Geprüft werden sollte ferner, ob die Fläche in Bauland umgewandelt werden kann. Das Parlament entschied daraufhin im Frühjahr, dass zunächst der Ortsbeirat beraten solle.

Parallel regte sich Protest im Ort gegen die Pläne aus dem Rathaus. Die Kulturvereinigung Martinhagen und der Ortsbeirat entwickelten schließlich den Vorschlag, dass sich Bürger um die kleinen Grünflächen kümmern und so quasi Zeit für das Mähen des Sportplatzes mit einem großen Rasenmäher durch den Bauhof sammeln können.

Regelung blieb aus

Seit Monaten werden nun die Vorschläge in den gemeindlichen Gremien sowie im Ort diskutiert, eine endgültige Regelung blieb aus. Grundsätzlich werde der nun vorliegende Rettungsvorschlag im Ort weiterhin positiv gesehen, sagt der Ortsvorsteher. „In den Gesprächen höre ich Zustimmung.“

Von Sven Kühling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.