Trotz Erfolgen 2011 sieht Helmuth Persch Entwicklung im Radsportclub Weimar-Ahnatal kritisch

Vorsitzender: Alle sind gefordert

20 Jahre im RSC: Helmuth Klein (v.links), Maria Merkus, Helmuth Persch, Roswitha Stern, Helmut Stern und Helmut Berninger. Foto: RSC/nh

Ahnatal. 2011 war für den RSC Weimar-Ahnatal wohl das erfolgreichste Jahr der bisherigen Vereinsgeschichte. Gemeinsam errichtete man die neue BMX-Anlage, als Rennstrecke führend in Deutschland ist.

Das Projekt schweißte zusammen und ebnete den Weg für die Zukunft. „Der Zulauf übertraf bei weitem unsere Vorstellungen“, so Helmut Persch, Vorsitzender des RSC. Die Zahl der Mitglieder stieg von 277 auf 322, der Altersschnitt sank.

„Wir erheben einen der günstigsten Beiträge in der Region und versuchen, unseren Mitgliedern das Beste zu bieten.“

Helmut Persch Vorsitzender

Auch sportlich lief es rund im Radsportclub. Hessenmeister im Wanderfahren, Titel auf Hessenebene im Kunstradfahren, Radsportfeste und erste Medaillen in der BMX-Sparte. Die Liste der Erfolge ist lang und das Ziel, mitgliederstärkster Radverein in Hessen zu werden, realistisch. Der RSC scheint auf einem ungeahnten Höhenflug.

Doch Persch bremste die Erwartungen auf der Jahreshauptversammlung überraschend und scheute sich auch nicht, Kritik zu üben. „Ich kann mein Amt nur dann im Interesse aller wahrnehmen, wenn jeder mit Rat und Tat zur Seite steht.

Das war leider nicht immer der Fall“, so Persch. Häufig würde nur kritisiert, aber nicht nach Lösungen gesucht. Passend dazu entwickelte sich eine Debatte zur Beitragserhöhung, die auf der Versammlung beschlossen wurde. Zwar wurde der Antrag angenommen, doch die Wahl fiel keineswegs eindeutig aus.

„Wir erheben einen der günstigsten Beiträge in der Region und versuchen, unseren Mitgliedern das Beste zu bieten“, erklärte Persch. Wenn es um eine leichte Erhöhung ginge, seien viele aber knauserig und würden die persönliche Konfrontationen suchen. Seine Enttäuschung darüber verhehlte Persch nicht. Einige würden von den Vorteilen im RSC profitieren, ohne sich einzubringen. Dies sei für die Arbeit in einem erfolgreichen Verein nicht hinnehmbar. Persch selbst betonte, den Vorsitz 2014 niederzulegen. Bis dahin wolle er „den Verein engagiert weiter nach vorne bringen“. (ptk)

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