39-Jähriger steht vor Landgericht

Vorwurf: Eine Million hinterzogen

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Kreis Kassel. Seit dieser Woche muss sich ein 39-jähriger Mann aus dem Landkreis Kassel vor dem Landgericht Kassel wegen Steuerhinterziehung und dem Veruntreuen von Arbeitsentgelt verantworten. Der Mann soll in den Jahren 2005 bis 2008 rund 950 000 Euro Umsatz-, Einkommens- und Gewerbesteuer hinterzogen haben.

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft hatte der Mann in dem Zeitraum zwei Einzelunternehmen geführt, die sich mit der Personenbeförderung und der Vermittlung von Sachtransporten beschäftigten. Die dabei anfallenden Umsätze und Gewinne soll er nur zum Teil dem Finanzamt gemeldet haben.

Schwarzlöhne finanziert

Aus den unversteuerten Gewinnen soll er Schwarzlöhne für verschiedene Arbeitnehmer finanziert haben. Weil er seine Mitarbeiter am Finanzamt vorbei bezahlte, soll er zudem seine Lohnsteuerschuld um 122 000 Euro vermindert haben. Und natürlich hat er auf die Schwarzlöhne auch keine Sozialabgaben geleistet. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hätte der 39-Jährige 720 000 Euro anmelden und abführen müssen.

Zwölf Verhandlungstage

Der Prozess ist auf zwölf Verhandlungstage angelegt, in deren Verlauf die 3. Strafkammer des Landgerichtes Kassel 14 Zeugen hören will. Mit einem Urteil wird Mitte Juni gerechnet. Der Prozess geht am Freitag, 24. April, um 9 Uhr im Saal 221 weiter. (tom)

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