Geschichtsarbeitskreis erinnerte mit Fest an die Restaurierung der historischen Stätte

Vorzeigeprojekt Schmiede

Ein Stück Geschichte: Horst Kleinschmidt (links) und Erwin Ullrich präsentieren selbstgefertigte Artefakte der Schmiedekunst. Fotos: Kisling

Ahnatal. Seit acht Jahren lodert wieder das Feuer in der Esse der alten Schmiede Thielemann in Heckershausen. Damals hatten nach einem halben Jahr ehrenamtlicher Arbeit Heinrich Möller und Hans Bischoff die offene Feuerstelle restauriert und den Urzustand der Schmiede wieder hergestellt. Als Erinnerung an die Restaurierung richtet die Spurensicherung seitdem jedes Jahr das Schmiedefest aus. Jetzt war es wieder soweit.

Das historisch wertvolle Objekt an der Heckershäuser Hauptstraße war über drei Generationen Arbeitsstätte von Schmieden. Nachdem immer neuere Maschinen das traditionelle Handwerk ablösten, stand das Gebäude viele Jahre ungenutzt und verfiel mit der Zeit.

Der 1996 gegründete Geschichtsarbeitskreis „Spurensicherung Heckershausen“ nahm sich 2004 des Projektes an, das bis heute ein Vorzeigeprojekt in der Historie des Vereins darstellt.

Zwölf Mitglieder des Vereins fanden sich neben der Schmiede ein, um bei Bratwürsten und Getränken, die von der Gemeinde Ahnatal als Anerkennung und Würdigung der Geschichtsarbeit gestiftet wurden, das Fest zu feiern.

„Es ist natürlich schade, dass nur so wenig gekommen sind. Aber viele Mitglieder unseres Vereins können aus gesundheitlichen Gründen bei solch heißen Temperaturen nicht hierher kommen“, bedauerte Erwin Ullrich. Nichtsdestotrotz stelle das Fest auch weiterhin einen zentralen Termin in der Vereinsarbeit dar. Hobbyschmied Horst Kleinschmidt hatte vor der Feier ein Messer in dem Feuer der Esse geschmiedet und schnitt mit diesem die Brötchen für die Gäste. Eine Stunde habe er für die Herstellung des Bestecks gebraucht, erklärte er. „Das Schmieden ist eine Präsentation historischen Handwerks. Insbesondere für Jugendliche ist es eine interessante Sicht auf die Arbeitswelt der vorigen Generationen“, meint Kleinschmidt. Insofern sehe er bei dem Schmiedefest einen hohen Stellenwert für die gemeindliche und historische Arbeit. (ptk)

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