VW-Werk in Baunatal: Mehr Ordnung im Getriebe-Chaos

Baunatal. Alle fünf Sekunden biegt ein Gabelstapler um die Ecke. Lastwagen und Elektrogefährte kurven ständig um hohe Türme aus verschiedenfarbigen Behältern herum. Im Getriebeversand des Baunataler VW-Werkes geht es zu wie in einem Bienenstock.

16.000 bis 17.000 dieser Bauteile werden pro Tag gefertigt. Und werden - minutiös geplant - per Lkw und Zug auf die Reise in die Werke des Konzerns geschickt. Die Auslieferung der Getriebe ist jetzt ein Stück sauberer geworden. Der Autobauer hat nämlich eine extra Halle geschaffen, damit die Transportbehälter gereinigt und getrocknet zum Warenausgang gelangen. Mehr Sauberkeit im Werk läuft in vielen Bereichen bei VW in Baunatal unter dem Stichwort Clean Factory - Saubere Fabrik. 1,2 Millionen Euro wurden in die neue Halle investiert.

Im Herbst seien die bis dahin im Freien gelagerten Schalen für den Getriebeversand manchmal mit Blättern verschmutzt gewesen, berichtet Versandleiter Holger Rudolph. „Im Winter haben wir Schnee und Nässe.“ Doch damit ist jetzt Schluss: Am Rand der neuen Halle werden die Kunststoffschalen vor dem Versand in großen Maschinen gewaschen und getrocknet. So bleibt alles schön sauber.

Farbenspiel: Automatisch werden die Behälter mit den Getrieben aus dem Hochregallager geholt. Jede Farbe steht für einen bestimmten Typ.

Der Ausstoß an Getrieben ist laut Rudolph in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Vor zehn Jahren waren es noch etwa 12.000 Bauteile, die von Baunatal aus zu allen europäischen Standorten verschickt wurden. „Jetzt haben wir in der Spitze schonmal 17.000.“

Von Sven Kühling

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