Werkleiter konzentriert sich auf Start neuer Produkte

740 VW-Leiharbeiter bekommen Verlängerung

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Verabschiedet: Betriebsratsvorsitznder Carsten Bätzold (von links), der neue Werkleiter Falko Rudolph, der frühere Betriebsratschef Jürgen Stumpf (2. von rechts) und VW-Markenvorstand Prof. Werner Neubauer überreichten einen Mini-Käfer an den bisherigen Werkleiter Prof. Hans-Helmut Becker (Mitte).

Baunatal/Kassel. Weitere 740 im VW-Werk Kassel in Baunatal beschäftigte Leiharbeiter bekommen eine Vertragsverlängerung. Das berichtete Betriebsratsvorsitzender Carsten Bätzold im Anschluss an die Betriebsversammlung am Mittwoch in Halle 2.

Verlängert werden damit die Verträge von Zeitarbeitern, deren Beschäftigung im Juni beendet gewesen wäre. Die Betroffenen bekommen allerdings lediglich ein Stück Sicherheit auf Zeit. Ihre Verträge enden jetzt im Februar 2015. Der Betriebsrat setzt deshalb auf weitere feste Jobs.

In diesem Jahr seien schon 350 Leiharbeiter auf feste Stellen übernommen worden, im Juni kämen nochmal 100 dazu, betonte Bätzold im Gespräch mit der HNA. „Wir wollen aber, dass insgesamt 1000 Beschäftigte 2014 vom Unternehmen ein Angebot erhalten.“ Außerdem wurde in der Versammlung der bisherige Werkleiter Prof. Hans-Helmut Becker verabschiedet. Gleichzeitig stellte sich der neue Mann an der Spitze, Falko Rudolph, den 4500 Teilnehmern vor.

Rudolph hat ganz besonders die Produkte im Blick, die im Werk neu gefertigt werden. „Wir werden daran gemessen werden, wie die vielen neuen Produkte anlaufen“, sagte er unserer Zeitung. Rudolph nannte unter anderem das Doppelkupplungsgetriebe DQ 381, das ab 2016 mit einer täglichen Stückzahl von 1500 in Baunatal startet.

Auch die E-Mobilität liegt ihm am Herzen. Der Bau der E-Antriebe sei einer Produktionszweige gewesen, die er als erstes besucht habe, verrät der 49-Jährige, der am 1. Mai den zweitgrößten europäischen VW-Standort übernommen hatte. Es werde erwartet, dass in Baunatal entwickelten Dinge auch funktionierten.

„Und das werden wir hinkriegen.“ Dem VW-Standort geht es weiter gut: Betriebsratschef Bätzold rechnet jedenfalls damit, dass 2014 die Rekordmarke von vier Millionen Getrieben geknackt wird.

Von Sven Kühling

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