Wildes Parken am VW-Cross-Dock: Situation hat sich entspannt

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Kein Platz mehr für Lkw: Die Bankette der Wolfsburger Straße wurde von der Stadt mit dicken Steinen belegt.

Baunatal. Lkw-Fahrer, die ihre tonnenschweren Brummis einfach auf Gehwegen und an Straßenrändern abstellen. Lastwagen-Lenker, die in ihren Fahrzeugen auf Parkplätzen und Feldwegen campieren.

Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren zu Beschwerden von Anwohnern im Umfeld des VW-Werks.

Insbesondere am Cross-Dock, wo die gesamte Materialversorgung für den zweitgrößten deutschen VW-Standort abgewickelt wird, war die Situation schwierig. Dort habe sich die Lage inzwischen beruhigt, erläutert, Stefan Haag, Leiter des Cross-Docks.

Mit einigen Änderungen habe man eine deutliche Verbesserung erreicht, sagt Haag. „In Abstimmung mit der Stadt Baunatal haben wir an jedem Laternenmast ein Halteverbotsschild angebracht. Und das wirkt.“

Außerdem wurden von der Stadt unzählige dicke Steine auf der Bankette ausgelegt. Dort gibt es jetzt einfach keinen Platz mehr, einen Lastwagen abzustellen. Zusätzlich, so Haag, habe man noch einmal die Beschilderung in Richtung der Verladestation optimiert. Fahrer, die orientierungslos umherirren, gebe es jetzt kaum noch. „Und wir haben die Abwicklung im Werk verbessert“, ergänzt VW-Sprecher Heiko Hillwig.

Bis zu 150 Lastwagen und Kleintransporter steuern täglich das Cross-Dock oberhalb der riesigen Hallen des VW-Original-Teile-Centers (OTC) an. Sie bringen Material, das dann vom Cross-Dock aus intern an die Produktionsbereiche weiterverteilt wird. Hinzu kämen in diesem Abschnitt der Wolfsburger Straße noch einmal bis 200 Lkw und Transporter, die den Vertrieb Originalteile (VO) im OTC bedienen, ergänzt Norbert Köhler, Leiter der logistischen Planung des VO.

Hier geht’s zum Cross-Dock von VW: Der Autokonzern hat nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit den Behörden noch einmal die Beschilderung verbessert. Das habe zu einer Entspannung bei der Parksituation geführt, heißt es.

Auch in diesem Abschnitt der Wolfsburger Straße ist das Unternehmen bemüht, geordnete Verhältnisse zu schaffen. Unter anderem mietete VW jüngst den ehemaligen Lkw-Abstellplatz der Spedition Rudolph an der Fehrenberger Straße an. „Der VO wickelt von dort die Lkw-Steuerung ab“, erläutert Köhler. „Wir wollen den Parkplatz sogar kaufen.“ Zudem baue die Stadt Baunatal jetzt einen „kleinen Rüssel“ bei Hertingshausen als Standplatz aus. „Das bringt für die Region Entlastung.“

Zusätzlich will VW auch die Zahl der Mitarbeiter-Parkplätze erhöhen. Neben dem OTC 5 habe man ein Feld von der Stadt Baunatal gepachtet. Nach der Ernte soll dort eine Fläche mit rund 100 neuen Pkw-Plätzen angelegt werden.

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