Kapazität für E-Mobilität soll ausgebaut werden

Zwei Milliarden Euro für VW-Werk Kassel in Baunatal

Baunatal/ Berlin. Für die Planungsrunde der Jahre 2015 bis 2019 sind für das Werk Kassel in Baunatal im November insgesamt zwei Milliarden Euro bewilligt worden, sagte am Donnerstag Carsten Bätzel, Betriebsratschef im Werk Kassel.

Für das laufende Jahr sind davon bereits 350 Millionen Euro bereits verplant, stellte Werkssprecher Heiko Hillwig fest. 70 Prozent der Summe entfällt auf neue Produkte am Standort wie das DQ 381. Es löst das alte Doppelkupplungsgetriebe DQ 250 ab, das im Golf zum Einsatz kam. Investiert wird auch in die Kapazitätserweiterung des DL382 und das automatisch schaltende 6-Gang-DSG (DQ 400 E) mit den Elektrokomponenten.

Mit den 350 Millionen Euro wäre der Investitionstopf für das Jahr 2015 aber noch nicht ausgeschöpft. Am Standort arbeiten derzeit 15 500 fest angestellte Mitarbeiter. Vor einem Jahr waren es zum Stichtag 1. März 14 540. Zusätzlich arbeiten im Werk noch 1280 Leiharbeiter, 1960 waren es im Jahr zuvor. 2015 wechselten bereits 80 Leiharbeiter in einen festen Arbeitsvertrag. (mwe)

Im VW-Werk Kassel soll Kapazität für E-Mobilität ausgebaut werden

Die Elektromobilität wird VW künftig großgeschrieben. Bis zu 400.000 Fahrzeuge pro Jahr will der Wolfsburger Autohersteller künftig mit E-Antrieben bauen.

Darunter auch reine batteriebetriebene Wagen sowie Hybridformen. Dies sagte Konzernchef Martin Winterkorn gestern zur Bilanzvorlage in Berlin.

Dabei ist die E-Mobilität keine Glaubensfrage für VW, sondern Notwendigkeit, um den von der Europäischen Union vorgegebenen CO2-Flottenverbrauch von 135 g / km zu erreichen. Winterkorn setzt dabei auch auf die Logistik der Baukästen: „Das spart viel Geld und macht die Produktion hochbeweglich.“ Derzeit werden am Standort in Baunatal täglich 80 E-Antriebe und 200 Hybridantriebe (DQ400e) gefertigt, sagt Werksprecher Heiko Hillwig. Geplant sei, die Kapazität auszubauen.

Wo die E-Antriebe zum Einsatz kommen werden, ist noch nicht ausgemacht. China hat bereits ein umfangreiches Förderprogramm aufgelegt, und wird daher zu den größten Absatzmärkten zählen. Dort beliefern bereits Unternehmen wie Bosch, Delta und andere VW mit Teilen für den E-Antrieb. Auch an einer Fertigung vor Ort werde gearbeitet, sagte Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer am Vorabend der Veranstaltung. Aber die Kernkompetenz beim Bau und der Entwicklung der E-Antriebe bleibe in Baunatal.

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