Heimatmuseum zeigt historische Geräte

Waage funktionierte mit Gewichten

Sie wiegen bis zu einem Kilogramm: Historische Gewichte im Heimatmuseum Hessenstube in Altenritte. Foto: Wienecke

Baunatal. Eine Balkenwaage verfügt über einen waagerechten Balken und zwei Waagschalen. In eine Schale wird das Gut hineingelegt, dessen Masse (Gewicht) bestimmt werden soll. Die gegenüberliegende Waagschale wird dann durch das Auflegen von Gewichten ausbalanciert.

Ein Satz Gewichtsstücke zur Massenbestimmung ist im Heimatmuseum Hessenstube in Altenritte zu sehen. Um Waren zu vermessen, wurden sie zunächst mit der Natur verglichen. Die Elle gilt als ältestes Längenmaß. Hier wird die Länge des Unterarmes eines erwachsenen Mannes vom Ellenbogen bis zur Spitze des Mittelfingers gemessen. Beim Wiegen von Waren wurden zunächst Vergleiche mit Wasser oder mit Getreidekörnern vorgenommen. Die erste Gewichtseinheit war das Grain (Gran), ein Weizen- oder Gerstenkorn, mit dessen Hilfe Edelmetalle wie Gold gewogen wurden. Die Maßeinheit für die Masse von Edelsteinen heißt Karat und bezog sich ursprünglich auf das Gewicht eines getrockneten Samenkorns des Johannisbrotbaums.

Der Baum kommt im Mittelmeerraum und Vorderasien vor und wird über zehn Meter hoch. Seine Früchte sind zehn bis 30 Zentimeter lang und essbar. In der Antike dienten die 200 Milligramm schweren Samenkörner darin als Wägegut für Diamanten. Später entsprach ein Karat drei Gersten- oder vier Weizenkörnern. Heutzutage entspricht es 0,2 Gramm (200 Milligramm).

Das Stadtmuseum Baunatal im Mühlenweg 4 und das Heimatmuseum Hessenstube in der Ritter Straße 1 in Altenritte werden sonntags von 14 bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Kontakt: Stadt Baunatal, Rathaus, Stadtarchiv, Tel. 05 61/4 99 21 37, Infos unter: www.baunatal.de

Von Bettina Wienecke

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